8 Gedanken zu „“

  1. Das ist richtig. Dadurch kann der König zur Not fliehen. Ansonsten lässt sich Sente nämlich recht leicht matt setzen, da das Mino Castle sehr schwach gegen Frontalangriffe ist (z.B. mit Läufer, Springer und Gold).

    Angenommen der Bauer bleibt auf 1g und Gote hat bereits seinen Läufer auf 6d oder 5e platziert. Dann reicht Gote bereits der Springerdrop N’3f und Sente kann aufgeben. (Sentes Bauer auf 3g kann den Springer nicht schlagen, da der Läufer mit matt droht. Fliehen ist auch nicht möglich (also K-1h oder K-3i), da als nächstes G’2h folgen würde. Hätte Sente jedoch zu Beginn P-1f gezogen, so hätte er sich mit K-1g (vorerst) retten können.

  2. Zum Bauernvorstoß:
    Da gibts einige Möglichkeiten.

    Man kann beispielsweise B-7g spielen, nachdem man zuvor den Bauern nach 7f gezogen hat. Man sollte jedoch die Läuferdiagonale im Auge behalten, die mit P-3d geöffnet wird (und sich mit P-6f wieder schließen lässt.

    S-7g ist auch denkbar, benötigt aber mehr Züge. Falls der Gegner beginnt und sofort den Bauernvorstoß wagt, ist man damit zu langsam.

    Eine weitere Möglichkeit besteht darin, “Opposing Rook” zu spielen, also R-8h.

    Eine besonders interessante Variante besteht darin, es dem Gegner einfach gleichzutun. Hier ein hübsches Tesuji bei dem Sentes Bauernvorstoß zum Läuferverlust führt!
    1.P2g-2f
    2.P8c-8d
    3.P2f-2e
    4.P8d-8e
    5.P2e-2d
    6.P2cx2d
    7.R2hx2d
    8.P8e-8f
    9.P8gx8f
    10.P*8g!

    Ausführliche Erläuterungen samt Kifu gibts hier (siehe Rookie Trap).

  3. Noch eine Anmerkung zur Notation:
    Die ist leider nicht ganz einheitlich von mir gewählt worden.

    N’2h bedeutet Springerdrop 2h:
    Diese Art der Notation findet man beispielsweise in Tony Hoskings Buch “The Art of Shogi” vor.

    Man kann aber auch statt “’” das Zeichen “*” verwenden.
    Bauerndrop 8g lässt sich daher auf folgende Arten darstellen:
    P*8g oder P’8g.

  4. So, das ist aber jetzt mein letzter Kommentar:

    N’2h: Da war ich etwas vorschnell. Vielleicht nicht das ideale Beispiel, denn je nach Spielrichtung ist der Drop nämlich nicht erlaubt. Der Springer könnte sich nämlich nicht mehr bewegen. Ähnliches gilt z. B. für Bauern oder Lanzen. P’1i oder L’1i sind dann auch nicht erlaubt. Beim Bauerndrop ist übrigens noch folgende Besonderheit zu beachten: Er darf nicht unmittelbar zum Matt führen (Schach ist aber sehr wohl möglich). Ein bereits auf dem Spielfeld befindlicher Bauer darf den Gegner hingegen Matt setzen.

  5. Ohne das jetzt ins Lächerliche ziehen zu wollen: Nach 8(!!!) Monaten auf einen Blog-Kommentar zu antworten, hat etwas…Nur was?

  6. @rick: Besten Dank für deine Erläuterungen. Freut mich sehr, dass hier jetzt ein Shogi-Nationalspieler ;-) mit an Bord ist.

    @ElNino: Ich wüsste nicht, was dagegen sprechen würde. Aber um deine Neugierde zu befriedigen — vorangegangen war eine Quatscherei mit rick nach einer (knapp) verlorenen Partie auf dem Shogiserver. Ich versuche mich eben bestmöglich auf die Oberligasaison vorzubereiten ;-)

  7. Ich wusste doch, das da “etwas” dahinter steckt…
    Auf diesem Weg alles Gute morgen zum Oberliga-Auftakt; auf Schwerin muss man da erstmal keine Wetten abschließen…

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