PER SÖRENFORS
Man kennt dich als einen der größ­ten End­spiel­ken­ner. Ist es so, dass du schon bei der Eröff­nung dar­an denkst, wel­ches End­spiel ent­ste­hen kann?
ULF ANDERSSON
Ja, manch­mal mache ich das. Aber ich will immer gesun­de Eröff­nun­gen anwen­den. Ich spie­le immer posi­tio­nell und dann ist man jeder­zeit auf ver­schie­de­ne End­spie­le vorbereitet.
PER SÖRENFORS
Du bist auch für posi­tio­nel­le Opfer bekannt, beson­ders für Qua­li­täts- und Bau­ern­op­fer. Jedoch nicht für Gam­bits. Zie­len dei­ne Opfer dar­auf, Stütz­punk­te für die Leicht­fi­gu­ren zu schaffen?
ULF ANDERSSON
Ja, es ist wich­tig, selbst ein ein­fa­ches Spiel mit ver­schie­de­nen Mög­lich­kei­ten zu haben, sei­ne Figu­ren opti­mal zu plat­zie­ren und den Geg­ner zu stö­ren. Das bie­tet Zufalls­mo­men­ten weni­ger Platz. Posi­tio­nel­le Kom­pen­sa­ti­on ist sehr wichtig.

(Schack­fo­rum, 27.06.2006)