Im Schach­spiel steht die Figur der Dame für die Macht, die Isa­bel­la die Katho­li­sche inne­hat­te. (Ihr ver­dankt die Mensch­heit die Rück­erobe­rung der ibe­ri­schen Halb­in­sel aus der Hand der Mau­ren, die Ent­de­ckungs­rei­sen des Chris­toph Colum­bus, die Hei­li­ge Inqui­si­ti­on und die Erfin­dung der Bun­des­po­li­zei.) Bis zum Jahr 1474 durf­te die Köni­gin auf dem Schach­brett nur bis zu drei Fel­der gerückt wer­den. Drei Aris­to­kra­ten aus Valen­cia sol­len in die­sem Jahr so beein­druckt von der poli­ti­schen Kraft der Mon­ar­chin gewe­sen sein, dass sie das Brett­spiel refor­mier­ten und die weib­li­che Figur zur mäch­tigs­ten auf dem Spiel­brett mach­ten. Das ist doch mal was. Ein paar hun­dert Jah­re spä­ter hät­ten die Her­ren wohl eher das Brett auf elf mal elf Fel­der erwei­tert und die Damen auf K1 und K11 zur Bewe­gungs­lo­sig­keit ver­gat­tert. K wie Küche, mei­ne ich.

Die Schick­se mit einer his­to­ri­schen Sicht auf die Zug­re­geln im moder­nen Schach.