Der Sol­dat fin­det sei­ne Ent­spre­chung im west­li­chen Schach im Bau­ern. Genau wie die­ser ist er quan­ti­ta­tiv gese­hen die stärks­te Figur – jede Sei­te ver­fügt zum Beginn des Spiels über fünf Sol­da­ten. Der Sol­dat bewegt sich anfangs ein Feld nach vorn, einen Dop­pel­schritt gibt es nicht. Zum Aus­gleich dafür beset­zen die Sol­da­ten aber schon in der Grund­stel­lung die vier­te Rei­he. Ãœber­schrei­tet der Sol­dat den Fluss, ver­grö­ßert sich sei­ne Spiel­stär­ke, er kann danach auch ein Feld seit­wärts zie­hen. Rück­wärts kann der Sol­dat nicht zie­hen. Wie alle Figu­ren im Xiang­qi (bis auf die Kano­ne) schlägt auch der Sol­dat so, wie er zieht. Anders als beim west­li­chen Schach wird nicht schräg geschla­gen. Dar­aus folgt, dass ein Sol­dat nicht durch eine ande­re Figur blo­ckiert wer­den kann, was sei­ne Kraft beson­ders jen­seits des Flus­ses erhöht. Die Bau­er­num­wand­lung kennt das chi­ne­si­sche Schach nicht. Erreicht der Sol­dat die geg­ne­ri­sche Grund­rei­he, kann er noch noch zur Sei­te zie­hen. Man nennt ihn dann Veteran.

Im Dia­gramm kann der rote Sol­dat auf c4 den schwar­zen Sol­da­ten auf c5 schla­gen, nicht jedoch den Sol­da­ten auf d4. Umge­kehrt bedroht indes­sen nicht nur der schwar­ze Sol­dat auf c5, son­dern auch der schwar­ze Sol­dat auf d4 den roten Sol­da­ten auf c4. Er hat den Fluss über­schrit­ten und darf seit­wärts zie­hen. Wie Rot am Zug sogar matt­set­zen kann, fin­det ihr sicher selbst heraus.