Gri­schuks Teil­nah­me am WM-Tur­nier in Mexi­ko sorgt sicher­lich für etwas Bele­bung im Feld. Zusam­men mit Moro­ze­vich führt er bei der Anzahl der ent­schie­de­nen Par­tien – bei­de haben nach der 10. Run­de nur 50% Remis­par­tien. Lei­der ging der Kampf mit Schwarz gegen Aro­ni­an ver­lo­ren, bestimmt auch Fol­ge der desas­trö­sen Zeit­ein­tei­lung Gri­schuks. 50 Minu­ten für die ers­ten sie­ben Züge – da bleibt in der tak­ti­schen Pha­se der Par­tie nicht genug Zeit zum Rech­nen. Immer­hin hat­te Gri­schuk Humor genug, ein hüb­sches Matt­bild zuzu­las­sen und zuletzt 39…d2 gezo­gen. Jetzt folg­te noch 40.Tf7+ Ke8 41.Sf6+ Lxf6 42.Tg7+ und 42…Kf8 43.h8D matt woll­te Schwarz dann nicht mehr sehen.

An der Tabel­len­spit­ze blieb Anand auch von Kram­nik unge­fähr­det. Anand bewies die bes­se­re Eröff­nungs­vor­be­rei­tung, offen­sicht­lich hat­te er Kram­niks Neue­rung 17.b3 schon anti­zi­piert. Mit Spin­ger und zwei ver­bun­de­nen Frei­bau­ern gegen Turm woll­te der Spit­zen­rei­ter aber nichts mehr ris­kie­ren und gab die Par­tie remis. Kram­nik muss jetzt auf­pas­sen, um in der Tabel­le nicht wei­ter durch­zu­rut­schen und das Revan­che­match mit Anand auch sport­lich zu rechtfertigen.