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8 Kommentare

  1. Chessgames.com liefert für ~216.000 1.e4-Partien eine nicht so schlechte Statistik für 1…Sc6: 41% Weiß-Siege, was nicht dramatisch schlechter ist als etwa nach 1…e5 (38,7%). Aber die Quote für Schwarz-Siege ist mit 35,4% eine der höchsten! Auch in Shredders ›Huge book‹ welches online abgerufen werden kann, hat 1…Sc6 mit 44,6% einen praktisch gleichen Prozenterfolg wie 1…e5 (44,7%). Auch wenn ich in diverse Computer-Eröffnungsbücher schaue, so ist der Hauptunterschied die wesentlich geringere Partienzahl, aber Percentage und Eloperformance sind für 1…Sc6 ok.

  2. admin

    6. Oktober 2007 — 20:29

    Mine Bilanz war mit 1…Sc6 auch nicht so schlecht, aber in chessgames.com habe ich es nicht geschafft. Auf einfach 2.Sf3 muss man aber mit 1…e5 in die Offenen Spiele überleiten, um nicht schlechter zu stehen. Das hat mir ein bisschen den Spaß daran verdorben.

  3. Was spricht prinzipiell gegen 1.e5 1.e4 Sc6 2.Sf3 e6?

  4. Ich meine natürlich 1.e4 Sc6 2.Sf3 e6.

  5. WordPress hat eine fundamentale funktionale Schwäche wenn man Tippfehler nach dem Absenden nicht mehr ausbessern kann :-) Kann ja trotz ›Korrekturlesen‹ hin und wieder passieren. Und es gibt ja einige unangenehme, talentlose Zeitgenossen die dann auf Schreibfehlern anderer herumreiten, so offensichtlich sie auch sein mögen… (oder weil sie zu blöd sind sie als solche zu erkennen).

  6. admin

    6. Oktober 2007 — 22:02

    Wie du siehst, kann ich deine Tippfehler korrigieren ;-)
    2…e6 habe ich natürlich ganz prinzipiell gespielt, aber nach 3.d4 d5 landet man in diesem Franzosen mit Sc6, der natürlich schön extravagant ist, aber eigentlich sollte der Springer erst nach c7-c5 auf dieses Feld. Man behilft sich dann mit Nimzowitsch-Ideen (b6, Lb7, Dd7, 0–0‑0, f6 etc.).

  7. Christoph Wisnewski hat gerade bei Everyman ein neues 1.-Sc6 Repertoirebuch veröffentlicht. Anders als manch ein Vorgänger vermeidet er weitestgehend den üblichen Sc6-Dogmatismus und empfiehlt auch häufig den Übergang in andere Eröffnungen. Auf 1. c4 Sc6 2. Sc3 schlägt er 2.- e5 vor, auf 1.d4 soll sofort 1.- d5 kommen, weil man ohnehin Tschigorin spielen will und so den Varianten 1.- Sc6 2. d5 aus dem Weg geht. Nach 1. e4 Sc6 2. d4 d5 3. Sc3 geht er mit 3.- e6 ins Französische (konsequenterweise spielt er auch auf 2. Sc3 e6). Auf deinen Spaßverderber 2. Sf3 will er aber keine Hauptvariante ansteuern, sondern schägt 2.- Sf6 vor.

  8. admin

    8. Oktober 2007 — 13:40

    Das Buch steht beschämenderweise noch immer in meinem Regel, ohne dass ich die versprochene Rezension geschrieben hätte…

    Ansonsten gibt es natürlich noch das famose Randspringerbuch von Keilhack/Schlenker, in dem auch schon 1.e4 Sc6 2.Sf3 Sf6 3.e5 Sg4 4.d4 d6 5.h3 Sh6 propagiert wird – neben diversen anderen Dschungel-Varianten.

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