Ex-Bundesliga

Wir haben immer Wert darauf gelegt, mit mindestens 50 Prozent deutschen Spielern an die Bretter zu gehen, was zum Schluss aus diversen Gründen zunehmend schwieriger wurde. Die Entwicklung zu einer reinen Legionärstruppe kam für Verein und Vorstand nicht in Frage.

Der SV Wattenscheid 1930 zieht sich nach 15 Jahren aus der Schachbundesliga zurück.

3 Kommentare

Werner Berger 14. April 2014

„Zu den Partien kommen nicht zuletzt wegen Live-Übertragungen im Internet immer weniger Zuschauer. Hoher Aufwand, wenig Resonanz.“

rankzero 15. April 2014

Die zentralen Endrunden verschärfen die Probleme für die Vereine mit deutschen Spielern: Statt die Reisepartnerrunde mit einem Heimkampf ohne größere Zusatzausgaben zu verbinden, wird zumindest eine weitere teure Mannschaftsübernachtung fällig, berufstätige deutsche Spieler müssen außerdem einen Urlaubstag mehr nehmen, während es für Legionäre egal ist, wo sie im Hotel sind schlafen. Zugute kommt das nur den ausrichtenden Vereinen, die damit der Eitelkeit von lokalen Größen schmeicheln, um dadurch ihren Retortenmannschaften ein paar Jahre länger den Zuschuss zu sichern – und Funktionären des Schachbunds, die sich bei dieser Gelegenheit gerne beweihräuchern lassen.

(Nein, ist nicht von Wattenscheid – musste zufällig letzte Woche auf Dienstreise nach Karlsruhe, und der ICE war zu klein, dem Schach ganz zu entkommen. Diese Originalstimme hört sich irgendwie etwas anders an als „Uneingeschränktes Lob für die Stadt Eppingen und ihren Schachclub (SCE) kam von den Aktiven, allen Betreuern, den Offiziellen und den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern der zentralen Endrunde in der Fachwerkstadt“ – aber so ist das eben, wenn die Kritiker intern längst mundtot gemacht sind und nur noch das Wahrheitsministerium in aller Namen sprechen darf.)

Hartplatzheld 17. April 2014

So mundtot gemacht hört sich Herbert Bastians Anmerkung zum Thema „Reisepartnerrunde“ aber nicht an: „Ein Schönheitsfehler war, dass die potentiellen „Lokalderbys“ in Eppingen und nicht vor heimischen Publikum gespielt wurden. Es scheint mir wünschenswert, über diesen Punkt noch einmal nachzudenken“

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