Patt

Denn wenn beide Schachspieler gegen Ende der Partie – und jeder Wahlausgang ist eine solche – die gleichen Figuren im Spiel haben und beide halbwegs gleich spielen und vor allem keiner von beiden verlieren will, kann die Partie nur Patt ausgehen. Nicht unentschieden, was ja ein Ergebnis ist, sondern Patt, was auf dasselbe herauskommt, jedoch kein Ergebnis ist.

Das hat das Österreich-Blog nicht verstanden. Wir können da leider auch nicht weiterhelfen. Servus!

Kategorien: Marginalien

2 Kommentare

  1. Das Österreich-Blog hat das vermutlich schon verstanden; obiger Text ist ein Zitat aus einer Kolumne des Operndirektors. Woraus man lernen kann: Nie in einer Kolumne einen Vergleich mit einem Gebiet ziehen, von dem man so gar keine Ahnung hat. Obwohl, wer könnte schon garantieren nie diesen Fehler zu begehen falls er die Chance dazu bekommt.

    (Das Ö-Blog sammelt kuriose Fundstücke aus der neuen Tageszeitung „Österreich“, woran es nicht zu mangeln scheint.)

  2. admin

    18. Juni 2007 — 09:54

    Sollte kein Vorwurf an die Kollegen sein, die nur aus der Zeitung zitiert haben. Das Zitat ist aber meiner bescheidenen Meinung nach vollkommen sinnfrei und daher auch nicht zu verstehen.

    Derartige Fehlleistungen im Zusammenhang mit Schach sind ja häufig und scheinen folgendem Schema zu folgen:

    - Der Sprecher kann kein Schach.
    – Der Sprecher hält Schach für ein intellektuell anspruchsvolles Spiel.
    – Der Sprecher glaubt, dass es seinen Zuhörern auch so geht.
    – Der Sprecher möchte intellektuell wirken.
    – Der Sprecher bringt einen vollkommen missglückten Vergleich.
    – Macht nichts, weil es nur den Zuhörern auffällt, die selbst Schach spielen, also einer zu vernachlässigenden Größe.

    Ähnliches passiert bei Vergleichen mit Fußball. Da geht es aber eher darum, die Nähe zu den „kleinen Leuten“ zu suchen. Verkennt m.E. das intellektuelle Potential dieses Spiels.

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