Das Motiv der vier Damen wiederholte sich in der vergangenen Runde der Verbandsliga, leider mit keinem guten Ende für uns. Rüdiger hatte am Ende der Eröffnung gegen Darius Pawlicz aus Torgelow eine Qualität gewonnen, der Schwarze hatte aber eine Menge Gegenspiel organsisiert und war jetzt mit zwei gefährlichen verbundenen Freibauern übriggeblieben. Immerhin hatte ich dieses Mal besser aufgepasst und holte etwa an dieser Stelle eine weiße und eine schwarze Dame vom Nachbarbrett.
46.a6
Das verliert spektakulär. Hier war der letzte Moment, um mit 46.Tb4 die Partie zu retten.
46…c3 47.a7 c2
Beim Zuschauen glaubte ich jetzt an eine weiße Rettung. Es folgt ein schönes Hinlenkungs- und Räumungsopfer, um zuerst mit Schach umzuwandeln.
48.Tg8+ Kxg8 49.a8=D+ Kg7
Weiß hat eine Dame mehr auf dem Brett und ist am Zug. Trotzdem ist er ohne Verteidigung. Es gibt kein sinnvolles Schachgebot und die schwarze Umwandlung ist nicht zu verhindern.
50.Dac6 c1=D+
Ein Diagramm für das kurzlebige Quartett!
51.Dxc1 Db5+
Dieser Zwischenzug entfesselt den schwarzen Läufer und gewinnt. Schwarz hat gut gerechnet.
52.Kf2 Lxc1 53.Dg4+ Dg5 54.Dxd4+ Df6+ 55.Dxf6+ Kxf6
Wenn g2 und f7 vom Brett verschwinden, haben wir eine theoretische Remisstellung, aber das geschieht natürlich nicht. Rüdiger spielte noch bis zum Matt weiter, um sich von dieser deprimierenden Partie zu verabschieden. Die beiden zusätzlichen Damen hatte ich da schon wieder weggeräumt.




