Ret(r)o (20)

aschwanden
rnbqkbnr/1pp1pppp/1Q6/7P/P2P1R1N/B7/K3PPP1/2R2BN1 b kq – 0 1

Beim Schweizer Reto Aschwanden klingt der Name nach einem Programm. Ich greife mal FRis Anregung auf und bringe eine Retroaufgabe Problemesis 2001) des Schweizer Märchenschachweltmeisters (jaja, das gibt es!).

Eine Beweispartie in 15.5 Zügen. Antworten bitte als Kommentar. Viel Spaß!

6 Gedanken zu „Ret(r)o (20)“

  1. Mal zählen: Ke1->a2 sind vier Züge, Db1-b6 zwei, Tc1 einer, Th4-f4 zwei, La3 einer, Sb1->h4 drei, das ergibt dreizehn Figurenzüge. Dazu a4, d4, h4 und h5 macht vier Bauernzüge. Also hat W siebzehn Züge gemacht, angeblich sind es aber nur sechzehn. Also unlösbar, oder?

    Beim zweiten Nachdenken ist es doch lösbar, wenn der König sich beeilt und die Strecke e1-c1 in einem Zug zurücklegt. Dafür müssen aber D, L und S gezogen haben. Zweites Problem: Wie die schwarzen B verschwunden? Geschlagen wurden sie eher nicht… Also fängt es wohl mit so etwas Ähnlichem wie 1.h4 d5 2.h5 d4 3.Th4 d3 4.Tf4 dxc2 5.d4 a5 6.Sd2 a4 7.Sdf3 a3 8.Sh4 axb2 9.a4 b1L 10.La3 La2 11.Db1 an. Hier geht es jetzt nicht mehr gut weiter, aber in der Richtung muss m.E. die Lösung sein, denn ohne 0-0-0 geht es nun mal nicht.

  2. Vorschlag: 1.-8. wie bei MiBu, dann 9.a4 b1S 10. La3 c1L 11. Db3 Le3 12. Db6 Sd2 13. 0-0-0 Sb1+ 14. Kxb1 Ld2 15. Ka2 Lc1 16. Txc1.

    Stimmt das? Nach Kortschnoj-Regeln geht es nicht, da der Turm ja über ein bedrohtes Feld zieht ;o)

  3. Bravo! Ich hatte dauernd Probleme die Felder b1 und c1 frei zu bekommen, da eine von c1 wegziehende Figur es weiterhin unter Kontrolle hat. Ich brauchte immer drei Züge, hatte aber nur zwei Zeit. Auf die Idee Le3/Sd2, die c1 eben mit zwei Zügen befreit, bin ich nicht gekommen.

    Dass der Turm nicht über das bedrohte Feld b1 darf, ist übrigens nicht die Korchnoi-Regel. Korchnoi rochiert mit einem angegriffenen Turm h1 gegen Karpov. (Ich glaube 21. Partie im Wettkampf 1974.) Nicht über b1 gehen heißt Awerbach-Regel meine ich, ich sehe es aber heute Abend mal nach, da ich genau weiß, wo ich das finden kann. Wäre übrigens ein Schlag für die O’Kelly-Falle, die Txb2 mittels dxe5 dxe5 Dxd8+ Kxd8 0-0-0+ widerlegt.

  4. Gerade läuft bei WDR “Quarks & Co.” mit dem Thema “Gedächtnis und Erinnerung”. Beim Schach habe ich ein gutes Gedächtnis scheint es; denn 21. Partie, 1974 und Awerbach stimmen. Wer’s nachlesen will: “Schach-Besonderheiten Band 1” von Krabbé, Seiten 14 und 17. Und der Reinfall von O’Kelly findet sich auch dort auf Seite 23.

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