Schachblätter

Schnittpunkt

schnittpunkt
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Die­se Stu­die von Hen­ri Rinck (1915) ist etwas für Freun­de der Geo­me­trie. Mir gefällt das hier aus­ge­beu­te­te Motiv.

Weiß zieht und gewinnt. Ant­wor­ten bit­te als Kommentar.

Kategorien: Schachaufgaben

(Kein) Falscher Läufer (10) » « Nachspielen

21 Kommentare

  1. Ich hab’s (oder mich hat’s)…Wer hat’s noch? Schö­ner klei­ner (gemei­ner) Trick zum Schluß!

  2. Hal­lo ElNino!

    Schön, wenn es so ist. Ich hof­fe, Du hast alle Fie­si­tä­ten die­ser Stu­die durch­schaut, es ist näm­lich nicht nur ein Schnittpunktproblem.

    Gruß, SHL

  3. „Fies“ trifft es ganz gut…Aber bis­her hül­len sich allen ande­ren noch in Schweigen;)

  4. Stefan

    19. Mai 2009 — 09:57

    @ElNino: Cle­ve­re Stra­te­gie. Man sagt, man hät­te die Lösung und hin­ter­her schließt man sich ein­fach an. Da kann nichts schiefgehen ;-)

    Hat sonst noch jemand Inter­es­se an der Aufgabe?

  5. 1. a7 Lf3; 2. d7 Td2; 3. Te1+ K bel.; 4. Te2 So richtig?

  6. @ElNino: Lei­der nicht ganz rich­tig, fürch­te ich.
    1.a7 Lf3 2.d7 Td2 3.Te1+ Kb2! 4.Te2 Lxe2 5.a8D Txd7 ist Remis gemäß Nali­mov tab­le­ba­se. (Hin­ge­gen ver­liert 3. – Kc2?, was wohl alle Leser die­ses Blogs sel­ber erken­nen.) Zudem hat die­ser Lösungs­ver­such einen ästhe­ti­schen Makel, die bei­den ers­ten Züge sind aus­tausch­bar. Pro­ble­mis­ten benö­ti­gen aber einen ein­deu­ti­gen Schlüssel!
    Der Ansatz hat mich aber auf die rich­ti­ge Lösung gebracht den­ke ich: 1.a7 Lf3 2.Te1+! Nun muss sich der schwar­ze König zuerst ent­schei­den. Nach 2. – Kb2 geht plötz­lich 3.Td1 im SIn­ne der alten Tarr­asch-Regel. Das kann Schwarz nur mit 2. – Kc2 ver­hin­dern, und dann folgt das the­ma­ti­sche 3.d7 Td2 4.Te2! +-

  7. „Erra­re huma­num est“ Aber ich hab mich wenigs­tens ‚getraut‘:) Und so aus dem hoh­len Bauch (sprich, ohne Brett): Gibt es bei den doch sehr weit gestreu­ten Figu­ren kei­ne Chan­ce, dass die Damen Turm oder Läu­fer gewinnt? Wenn ich bei Dei­ner Vari­an­te 6. Db8+ gebe, muss der König auf die a‑Linie (weil sonst ja immer Dc8 + kommt und der Turm fällt); gibt es da kei­ne Idee, eine Figur zu bekomen?

  8. @Stefan: Ja, hat was von Fer­mat. Nur dass des­sen Lösung nie gefun­den wurde…

    @ElNino: Die zwei­te Fie­si­tät, die ich mein­te, war das Rei­hen­fol­ge­pro­blem. Erst a- oder erst d‑Bauer? Erst die Tat­sa­che, dass 1.a7 Lf3 2.Te1+ den König nach c2 zwingt, weil sonst Td1 mög­lich ist, macht den Unter­schied zwi­schen den bei­den Zügen. Ein wirk­lich fie­ses Ding und für so wenig Figu­ren sehr detailreich.

    P.S. Lei­der irren sich die Nali­mov-Table-Bases so extrem sel­ten… Offen­sicht­lich kann Weiß in der Vari­an­te den Turm nicht gewin­nen. Und dann wird es Remis.

  9. Stefan

    19. Mai 2009 — 22:29

    Fer­mat muss­te ich nach­gu­cken, trotz regel­mä­ßi­ger Lek­tü­re von Rank zero. Dan­ke fürs Mit­ma­chen und dan­ke an SHL, der mich auf die­se Auf­ga­be hinwies.

  10. „Fer­mats letz­ter Satz“ ist ein wun­der­ba­rer Aus­flug in die Welt der Mathematik.

  11. Nordlicht_70

    20. Mai 2009 — 00:24

    @ElNino Getraut hät­te ich mich schon, ich hab nur zu wenig Ahnung. Aller­dings lese ich natür­lich regel­mä­ßig heim­lich mit und kno­be­le auch im Stil­len (ganz ohne Blech­kopf und daher oft auch ohne Erfolg).

  12. Ist in der Tat (lei­der) so, dass man kei­ne Figur bekommt! Da kann man sich stre­cken, wie man will…Schöne Aufgabe!

  13. „Ist in der Tat (lei­der) so, dass man kei­ne Figur bekommt! “

    Wie­so lei­der? Dann wür­de die gan­ze Auf­ga­be nicht funk­tio­nie­ren ;o)

    P.S. Kur­ze Anmer­kung noch: „Fer­mats letz­ter Satz“ ist ein Buch. Es gibt aber auch schon Ver­fil­mun­gen des Stoffs.

  14. „Ver­fil­mun­gen des Stoffs“..:Welche? Wo zu fin­den? Ich hab „nur“ das gefunden.

  15. Fer­mat muss­te ich nach­gu­cken, trotz regel­mä­ßi­ger Lek­tü­re von Rank zero. 

    Das spricht aber für eine recht ober­fläch­li­che Lek­tü­re. Zwar wird die Bekannt­schaft mit der Geschich­te nor­ma­ler­wei­se bei rank zero-Lesern vor­aus­ge­setzt, aber auch unab­hän­gig davon gibt es vie­le ver­streu­te Hin­wei­se, z.B. (recht aus­führ­lich) im Kom­men­tar zu http://rankzero.de/?p=1472 , oder zu Wiles http://rankzero.de/?p=3657 und http://rankzero.de/?p=901 , oder zuvor http://rankzero.de/?p=2336

    Zuge­ge­ben, eini­ge Stel­len sind nur mit Vor­kennt­nis­sen zugäng­lich, etwa die Bezeich­nung „Fer­ma­tist“ in http://rankzero.de/?p=2198 , oder der Schluss von http://rankzero.de/?p=2206 .

  16. @ElNino:
    Wenn es ein mathe­ma­ti­scher Satz zu einer drei­vier­tel­stün­di­gen BBC-Doku schafft, ist das mE schon ziem­lich cool, oder?

  17. Aber wel­cher „nor­ma­le“ Mensch schaut sich so was, bit­te schön, als
    Ver­fil­mung an ??
    O.k., ich hab mir neu­lich auch das „Kapi­tal“ von Marx als anderthalb-
    stün­di­ge Ver­fil­mung mit Schwarz-Weiß-Auschnit­ten ange­guckt, aber selbst-kri­tisch muss ich zuge­ben, dass das auch nicht nor­mal ist :)

  18. Fer­mat err­in­nert mich in der Musik­schrift an die „Fermate“.Die Fer­ma­te ist eine Gene­ral­pau­se von unbe­stimm­ter Län­ge die auf ein Zei­chen des musi­ka­li­schen Lei­ters auf­ge­ho­ben wird.

  19. Man mag es viel­leicht kaum glau­ben, aber „Fer­mats letz­ter Satz“ von Simon Singh liest sich sehr flüs­sig, obwohl es um die jahr­hun­der­te­lan­ge Suche nach einem furcht­bar kom­ple­xen Beweis für einen Satz aus der Zah­len­theo­rie geht. [Auch das „Code Book“ vom sel­ben Autor ist her­vor­ra­gen­de Lek­tü­re.] Die­ser Autor ist IMHO extrem talen­tiert, für Lai­en („nor­ma­le Men­schen in der Dik­ti­on von Chaac, also Nicht­ma­the­ma­ti­ker) „eigent­lich“ unver­ständ­li­che Din­ge ver­ständ­lich zu formulieren.
    Aller­dings hat Fer­mats Satz einen unge­heu­ren Vor­zug; die Auf­ga­ben­stel­lung ist auch für Nicht­ma­the­ma­ti­ker ver­ständ­lich, was für die meis­ten Pro­ble­me der Mathe­ma­tik defi­ni­tiv nicht zutrifft. Dazu noch die berühm­te „Rand­be­mer­kung“… (Vor­sicht, der Aus­druck ist doppelsinnig.)

  20. „Aber wel­cher “normale” Mensch schaut sich so was, bit­te schön, als
    Ver­fil­mung an ??“

    Nach­dem das Buch ein ech­ter Ver­kaufs­schla­ger war ist es wohl nicht so abwe­gig, dass sich Men­schen auch für soet­was interessieren.
    Hat nicht jeder Mensch irgend­et­was unnor­ma­les in sei­nem Leben? Viel­leicht sind es ja ein paar Men­schen mehr als Du denkst, bei denen die­ses Unnor­ma­le „Ich-gucke-eine-Doku-über-Fer­mats-letz­ten-Satz“ ist.

  21. Zu Simon Singh: Das neue Buch von Simon Singh, „Gesund ohne Pil­len – Was kann die Alter­na­tiv­me­di­zin“, ist eben­so – wenn auch dies­mal nur indi­rekt mathe­ma­tisch – empfehlenswert.

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