Es dau­er­te eini­ge Jah­re, bis ich begriff, daß ich nur des­halb jede Dame so rasch ver­ließ und zur nächs­ten eil­te, weil der Reiz die­ses Spiels für mich längst ver­lo­ren war und ich den Ein­satz künst­lich – und ver­geb­lich – zu erhö­hen trach­te­te, indem ich mich wie ein Schach­spie­ler zu zer­streu­en such­te, der der Lan­ge­wei­le nicht eben­bür­ti­ger Part­ner ent­ge­hen will und des­halb gleich­zei­tig an ver­schie­de­nen Tischen zum Tur­nier antritt.

Chris­toph Hein: Das Napo­le­on-Spiel (1993)