Micro-VAX II

Ich war und bin ein lausiger Schachspieler und hatte schon auf dem Commodore PET 2001 verloren. War es nicht Sargon II, dann gegen ein noch älteres und schlichteres Programm.

Zahlwort gibt mir endlich Gelegenheit, auf dieses mathematische Blog hinzuweisen. Auch wenn ich seine Partie wahrscheinlich doch nicht nachspielen werde. 

Hamburg

Unterschichtler und Migranten sollten dagegen Schach spielen, das kanalisiert etwaige Begabung und Intelligenz in eine ungefährliche Richtung. Schlimmstenfalls werden ganz große Talente Schachprofis, aber auch dies macht eigentlich keinen Unterschied zu einer Hartz-IV-Karriere und passt perfekt in unser harmonisches Gesellschaftsmodell einer ausgewogenen, sozial undurchlässigen Pyramide.

Regierung in Hamburg steht – dank „Schach statt Mathe“. Rank zero hat uns den Aprilscherz abgenommen. Oder – ist es gar keiner?

Zeichenkette

In der Sichtweise des Formalismus wird die Mathematik zu einem besonders kniffligen Schachspiel. Wir alle können uns darauf einigen, dass das Regelsystem des Schachspiels keine objektive Wirklichkeit abbildet. Die festgelegten Regeln machen die gesamte „Wahrheit“ des Schachspiels aus. In ähnlicher Weise sollen dem Formalismus zufolge die festgelegten Regeln die gesamte Wahrheit der Mathematik darstellen. Wir „gewinnen“ in der Mathematik, indem wir Theoreme beweisen – das heißt den Nachweis erbringen, dass sich eine uninterpretierte Zeichenkette mit Hilfe der vereinbarten Schlussregeln aus anderen uninterpretierten Zeichenketten ableiten lässt. Es gibt keine externe – außermathematische – Wahrheit, an der sich die Mathematik messen müsste.

Rebecca Goldstein: Kurt Gödel (2006)