Das Thea­ter­re­stau­rant stell­te der klei­nen Trup­pe einen Raum zur Ver­fü­gung. In Russ­land erfor­dert dies schon wie­der Mut. Eigent­lich soll­ten die Ver­an­stal­tun­gen in der Uni­ver­si­tät statt­fin­den. Doch die Repu­bliks­füh­rung inter­ve­nier­te: Der Aus­bau der Biblio­thek wer­de ein­ge­stellt, so berich­te­te ein Pro­fes­sor, falls die Uni­ver­si­tät Kas­parow in ihren Räu­men reden las­se. Am Nach­mit­tag ist auch das Aus­weich­quar­tier, der Eis­pa­last, gesperrt, angeb­lich wegen einer Bom­ben­dro­hung. Jetzt kon­trol­lie­ren Minen­räu­mer und Spür­hun­de das Gebäu­de. Fünf­zig Gewerk­schaf­ter und Vor­sit­zen­de klei­ne­rer Par­tei­en zogen in ein Frei­luft­café auf dem Zen­tral­platz um. Kaum hat­te sich die Grup­pe gesetzt, began­nen städ­ti­sche Laut­spre­cher mit ohren­be­täu­ben­der Beschal­lung. «Sie las­sen sich eben immer wie­der etwas ein­fal­len», sagt Kas­parow gelassen.

– Klaus-Hel­ge Donath in der NZZ über die Schwie­rig­kei­ten des Polit­rei­sen­den Gar­ri Kasparow