Zufäl­li­ger­wei­se fal­len mei­ne ers­ten Geh­ver­su­che in Dame mit der Frau­en­welt­meis­ter­schaft in Riga zusam­men. Ges­tern glich die pol­ni­sche Her­aus­for­de­rin Nata­lia Sadow­s­ka in der 4. Par­tie gegen die let­ti­sche Titel­ver­tei­di­ge­rin Zoja Golu­b­e­va aus.

Hier gab Schwarz auf. Ich hielt das, gestützt auf mei­ne Erfah­run­gen aus einem Online­kurs für Anfän­ger, zunächst für einen Ein­ga­be­feh­ler. Konn­te Schwarz hier nicht in ein remi­ses End­spiel abtauschen?

Opfert drei Stei­ne, Weiß muss die Maxi­mal­zahl schla­gen

… und ver­liert post­wen­dend die Dame.

Ich dach­te, das wäre Unent­schie­den. Weiß kann zwar zuerst ver­wan­deln, aber auch der Schwar­ze läuft durch und zwei Damen gegen eine Dame ist im Drau­ghts remis. Was ich über­se­hen hatte:

Mit die­sem Zwi­schen­zug wirft Weiß den schwar­zen Stein um zwei Rei­hen zurück. Es besteht Schlag­pflicht, Schwarz muss das Opfer anneh­men. Weiß holt sich anschlie­ßend im Eck­feld eine Dame und war­tet dann in aller Ruhe, bis der letz­te schwar­ze Stein auf der lan­gen Dia­go­na­len auf­taucht und dort abge­räumt wird.