Thomas Müntzer (4)

xiangqi22

Nicht gerade eine partienahe Stellung, ich weiß. Und das Fußvolk bilden beim Xiangqi auch keine Bauern, sondern Soldaten. Aber die Überschrift erschien mir trotzdem sehr passend. Die roten Soldaten kämpfen und die schwarzen stehen ihren Figuren im Weg.

Rot am Zug gewinnt. Antworten bitte als Kommentar.

8 Kommentare

Losso 18. Februar 2011

Versuchen wir es mal durch die Vordertür:
1.P8=7+ K4=5 2.P5+1 A5+4 (was sonst? es droht P5+1 matt) und nach 3.P7(9)=6 sehe ich keine Möglichkeit, 4.P5+1 matt zu decken.

HL 18. Februar 2011

So viele Möglichkeiten scheint es ja nicht zu geben, in Anbetracht des roten Fußvolkes, allerdings, wie geht‚s nach 3…A6‑5 weiter um dem General den Zugang zur anderen Seite des Palastes zu gewähren? Besonders die Kanonen empfinde ich als etwas störend, da sich doch noch wichtige Felder abdecken.

kleineme 18. Februar 2011

Ãœber den Ansatz 1. P8=7 K4=5 2. P5+1 A5+4 3.P+=6 A6‑5 4. P5+1 K5=6 gefolgt von keinem Matt nach 5. P5=4 C6+3 bin ich zunächst auch nicht hinausgekommen. Dann aber der Lichblick, dass man auch durch die Mitte kann, stilecht unter Bauernopfer: 5. P5+1 K6‑1 6. P6=5 A4‑5 7. P5+1 K6+1. Dann noch der stille Zug 8. P7=6 und die Mattdrohung 9. P6=5 ist nicht mehr abzuwehren, so jedenfalls mein erster Gedanke. Allerdings stellt sich bei dieser Lösung die Frage, was die beiden Figuren oben rechts für einen Zweck erfüllen? Und siehe da: 8.- H9+7 deckt das Matt, aber 9. P1=2 droht sofort wieder einzügig. Das kann man wiederum gerade noch mit 9.- C6=7 decken, aber jetzt entscheidet das zweite Bauernopfer: 10. P6=5 H7+5 11. P2=3 matt. Das ist, wenn es denn stimmt, ganz nett, auch weil es zeigt, welch Kraft selbst ein paar einfache Soldaten im gegnerischen Palast entfalten können.

HL 18. Februar 2011

Sieht meines Erachtens gut aus. Auf 5.P6+1 nebst Opfer bin ich gar nicht gekommen, da es mit den beiden Beratern ziemlich fest aussah. Ansonsten wie bei einer Studie, jeder Stein hat seine Aufgabe.

PS @Stefan: In Zukunft könnten ruhig mehr solcher Aufgaben kommen. Damit meine ich Xiangqi allgemein.

Losso 18. Februar 2011

Mal wieder typisch: sobald der Rechner aus war, nahm ich 3.-A6‑5 wahr. Ich war mir allerdings trotzdem sicher, dass das der richtige Weg sein muss. Dann habe ich die Variante von kleineme immerhin bis zum 9. Zug gefunden, aber den schwarzen 9.Zug und damit den hübschen Schluss leider wiederum nicht wahrgenommen. Schwieriges Spiel!

@HL: Deswegen fand ich es schade, dass hier keiner was schreibt, obwohl ich mir sicher war, dass es ein paar Leute gibt, die wohl schon so wie ich ein bisschen rumüberlegt haben. War ja schon ein paar Tage drin, die Aufgabe. Lustigerweise ist die eine Xiangqi-Aufgabe aus meinem Blog immer noch der Thread mit den meisten Hits.

Stefan 21. Februar 2011

Etwas verspäteter Applaus von mir, ist wirklich eine kunstvolle Aufgabe (finde ich). Ich gebe mal noch die Quelle (pdf) an, obwohl die Aufgabe über etwa sieben Jahre neben meiner Berufstätigkeit als junger Familienvater in mühevollster Kleinarbeit entstanden ist.

rank zero 21. Februar 2011

Das mühevolle-Kleinarbeit-Statement erinnert übrigens an entsprechende Aussagen bei Arno Schmidt über sein Werk. Ob die Ghostwriter doch mehr Humor haben, als man ihnen zutraut? Es hätte einen eigenen Reiz, solche zwanghaften Blenderfiguren selbst die Kopierdementis in fremden Worten abgeben zu lassen.

Stefan 21. Februar 2011

»Mühevollste« bitte, soviel Geschwurbel muss sein! Das (hier vertonte, unbedingt hören!) Vorwort dürfte aber original sein, da war der Ghostwriter schon bezahlt.

Obwohl ich mir kaum vorstellen kann, dass ein Lohnschreiber eine so mangelhafte Arbeit abliefern würde.

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