Ãœber Eck

xiangqi32

Eine Aufgabe aus dem Shi Qing Yaqu (适情雅趣), einem Lehrbuch aus der Zeit der Ming-Dynastie. Die Lösung ist so einfach und schön, dass man über die eventuelle Nebenlösung gern hinwegsehen kann.

Rot zieht und gewinnt! Antworten bitte als Kommentar.

Kategorien: Xiangqi

5 Kommentare

  1. Erstaunlich, wie lange oft die Hirnrinde zum Auspacken bekannter Stellungen + Motive braucht :-)
    Nach Entschlüsselung der doppeldeutigen Ãœberschrift musste dann nur noch verifiziert werden, ob die drei überflüssigen Soldaten auch tatsächlich den Palast siegreich stürmen können.

    Nein, die konkrete Lösung gibt es erst auf ausdrückliche Aufforderung – damit auch die Schläfenlappen eine Chance haben ;-)

    Beste Grüße,
    Reinhard

  2. Stefan

    4. August 2011 — 15:36

    Drei Soldaten gegen zwei Leibwächter hat tatsächlich eine ganz gute Bilanz…

  3. christianbartolomaeus

    4. August 2011 — 22:24

    Ich verstehe nicht ganz, wieso ihr von drei Soldaten sprecht. Rot hat doch noch vier!? (Damit es nach der Eck-Aktion auch wirklich vier »überflüssige« sind, muss sich allerdings notfalls einer auf die letzte Reihe begeben.)

  4. Klar, Rot könnte sich auch vier freie Soldaten (darunter einen Veteran) holen, aber um den Materialnachteil hoch zu halten, verzichtet man darauf, belässt einen Soldaten in der Wächterrolle und gewinnt mit den drei anderen, die insofern überflüssig sind, dass sie nicht gebraucht werden, um die Agonie der scheintoten schwarzen Figuren aufrecht zu erhalten. Da ich zumindest das Motiv, vermutlich auch die Stellung kannte, gibt es auch von mir keine konkrete Lösung.

  5. Da ich manchmal auf anderen Seiten (z.B. Losso ;-) ) grummele, wenn nie eine Lösung kommt, will ich hier mal verhindern, dass das passiert:

    1.C9+7+ H3‑1 2.E7+9 R5=1 (Alle anderen Züge würden den Wagen einstellen, wonach Rot leicht gewinnt.) 3.E5‑7
    Jetzt können sich schwarzer Wagen und schwarzes Pferd nur noch in den Selbstmord stürzen oder hilflos zusehen, wie die roten Soldaten auf den schwarzen Feldherrn zurücken. Der schwarze Soldat auf g2 hat auch nur Wartezüge, sollte aber vom roten Feldherrn geschlagen werden, wenn er doch mal versucht, an diesem vorbei zu huschen ;-) Falls Schwarz sich mal zu P7+1 entscheidet, wird auch dieser Soldat humorlos mit P3+1 vom Feld genommen.
    Solange sich also keine der vier schwarzen Figuren zum Schlag anbietet, spielt Rot einfach P7+1 P7+1 P7+1 P7=6 P6=5 P5=4 P4=3 und macht dann mit den drei freien Soldaten (c8 ist nicht frei, da er c9 und b8 bewachen muss) dem schwarzen Feldherrn den Garaus. Das ist immer einfach, egal welche Aufstellung die schwarzen Leibwächter und der Feldherr gewählt haben.

    Auch wenn zwei Soldaten gegenüber Feldherrn + 2 Leibwächter ebenfalls eine gute Bilanz haben dürften, scheint es mir wenig empfehlenswert, auf das Schlagen von g7 zu verzichten. Die möglichen Abwartezüge des Soldaten g2 dürften einen Gewinn mit nur zwei freien Soldaten unmöglich machen. Geprüft habe ich das aber nicht.

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