Schachblätter

Verpasste Gelegenheit (11)

Ein Schnapp­schuss aus dem gest­ri­gen Blitz­tur­nier. Zum Glück ließ mich die Sor­ge vor dem wei­ßen Angriff (Te4-h4 und Dd3xh7#, gege­be­nen­falls durch Lc1-g5x­f6 ergänzt) hier nach Alter­na­ti­ven zum auto­ma­ti­schen 13…Sf6 suchen. Tat­säch­lich ist die schwar­ze Stel­lung direkt gewonnen. 

Auf­ga­be: Wie?
Zusatz­auf­ga­be: In der Lich­ess-Daten­bank taucht die­se Stel­lung 239 Mal auf. Wie oft hat der schwar­ze Spie­ler den rich­ti­gen Zug gefunden?

Kategorien: Schachaufgaben

Plötzlich Hilfsmatt » « Pause

7 Kommentare

  1. Unge­deck­te Figu­ren kön­nen zur tak­ti­schen Schwä­che wer­de, also…?

    Ich neh­me an, es sind vor­wie­gend Schnell- und Blitz­par­tien erfasst, da wer­den vie­le die Gele­gen­heit ver­passt haben – ich tip­pe mal auf 55 rich­tig Fortsetzende.

  2. Das Brett ist irgend­wie falsch her­um auf­ge­baut. Sc5 mit Gabel auf T + D sieht gut aus, denn nach dxc5 könn­te Schwarz mit Lxh2+ die Dame für zwei Leicht­fi­gu­ren gewin­nen. Die Gabel fällt irgend­wie direkt auf, daher tip­pe ich auf 200 kor­rek­te Fortsetzungen.

  3. Stefan

    22. November 2019 — 20:23

    Nur 9 von 239 spiel­ten den rich­ti­gen Zug. Ich fin­de es ganz hübsch, wie inner­halb von drei Halb­zü­gen alle drei Figu­ren zwi­schen den Damen ver­schwin­den und die d‑Linie geräumt wird.

    Sd7-f6 sieht schon sehr natür­lich aus und kommt wahr­schein­lich auto­ma­tisch, so erklä­re ich mir die Quote.

  4. Ich den­ke, hier spielt auch die Erwar­tungs­hal­tung mit. Als Auf­ga­be habe ich …Sc5 schnell gefun­den. Die Stel­lung wirkt so unschein­bar und lei­der sagt mir in der Par­tie kei­ner, das es „etwas“ gibt ;-); sie­he auch das Dia­gramm von der Zwi­schen­run­de im MV-Pokal. Dass es sich um Blitz han­delt, tut wohl noch sein Ãœbriges.

  5. Haben die 9 Spie­ler denn wenigs­tens alle den Mate­ri­al­vor­teil zum Sieg verwertet?

  6. Stefan

    24. November 2019 — 10:34

    Ja, alle neun haben gewon­nen. Ich war der ers­te, der schnell Remis gemacht hat, aller­dings aus tur­nier­tak­ti­schen Grün­den und gegen einen sehr star­ken Gegner.

    @HL Ich konn­te es kaum glau­ben, dass du das Matt nicht sofort gese­hen hast. Das lässt sich wahr­schein­lich nur damit erklä­ren, dass das Matt­mo­tiv zuvor ganz zufäl­lig und neben­bei ent­stan­den ist.

  7. Ich könn­te jetzt psy­cho­lo­gi­sie­ren und sagen, dass ich im Mit­tel­spiel durch einen Rechen­feh­ler eine Qual­le ver­lo­ren hat­te, die­se durch unacht­sa­mes Spiel mei­nes (wer­tungs­mä­ßig klar schlech­te­ren) Geg­ners zurück gewann und des­we­gen nur an Deckungs­zü­gen wie …f6 über­legt habe.

    oder

    Ich war ein­fach kein guter Schach­spie­ler an dem Tag.

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