8 Gedanken zu „Vertrauen“

  1. Er erfreut sich des ganzheitlich harmonischen Friedens, den er sich dadurch suggeriert, dass er Freund und Feind nicht unterscheiden kann. Möglicherweise wird mit diesem Glücksgefühl aber nicht mehr lange überleben.

    Dass es (bei voller Bauernzahl) auf f1,c8,g6 drei weißfeldrige Läufer, aber nur einen schwarzfeldrigen auf c1 gibt, symbolisiert hingegen das universelle künstlerische Recht darauf, von dem, was man gestaltet, keine Ahnung zu haben.

  2. Optisch sehr schön, gerade auch die erhabenen Felder.
    Was die Künstlerin gedacht hat?
    Wo schwarz und weiß fehlt, da kann es keine Auseinandersetzung geben? Das ist in der Tat richtig.
    Daß hier, um aufs Schach zurückzukommen, drei weißfarbige Läufer stehen, ist mir im Grunde egal und ich denke, auch die Künstlerin wandte sich hier bewusst gegen jede Logik. Demzufolge ja auch der König auf e5, der zweimal im Schach steht.

  3. Auf e4 oder auf e5? Und sind es nicht vier weißfeldrige Läufer?
    Die Position auf dem Schachbrett ist aber nicht unbedingt von Yoko Ono selbst, glaube ich.

  4. Warum sollte die Position nicht von Yoko Ono sein? Hast Du dafür Hinweise? In jedem Falle ein schönes Beispiel für moderne Kunst und zugleich eine kräftige Aussage.

    Menschsein ohne Schwarzweißdenken kann es offenbar in der Masse nicht geben, deshalb erscheinen m.E. das Brett und die Fuguren auch in einem unirdischen Licht.

  5. Wenn man “White Chess Set” googelt, findet man eine Menge Bilder mit verschiedensten Positionen. Zudem glaube ich, dass eine festgelegte Stellung dem verlaufhaften Charakter des Werks nicht gerecht würde. Und Yoko Ono kann Schach spielen.

    Ich finde die Idee interessant. Könnte man mal beim Vereinsabend ausprobieren…

  6. Ich habe leider keinen Vereinsabend mehr, nur noch einen SchachcafeTreff, zu dem ich 3 mal im Jahr gehe.
    Aber vielleicht werde ich selber mal so ein Schachspiel machen, aus Ton – oder ich werde es nicht machen, aus verständlicher Bequemlichkeit.

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