Die letzte Runde Oberliga brachte uns ein Heimspiel gegen die Nachbarstadt. Wir wären lieber die 35 Kilometer nach Stralsund gefahren und hätten dafür die Fahrt nach Cottbus eingetauscht, wie ursprünglich auch ausgelost, aber der Staffelleiter war damit nicht zufrieden.

Das Budapester Gambit ist hier noch gut zu erkennen. Weiß hat das Läuferpaar und sollte sich am Damenflügel ausbreiten, aber ich sah nach zuletzt De7-g5 Gespenster (h7-h5-h4 und Matt auf g2) und spielte deshalb nicht das thematische 17.c5 mit großem Vorteil (17…h5 18.cxd6 h4 19.d7!), sondern das ängstliche 17.f3, um die Diagonale zu schließen. Nach 17…Lc6 nahm ich das Remisgebot von Andreas Kohn an. Objektiv sollte die Stellung gleich sein, aber es ist schon Weiß, der Probleme lösen muss. Die Mannschaft gewann am Ende souverän mit 6.5-1.5, die beste Oberligasaison für das Greifswalder Schach, aber ich bin froh, dass sie endlich vorbei ist.