Schachblätter

Mattsetzen mit Springer und Läufer (fast)

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In der sechs­ten Ober­li­ga­run­de stand in mei­ner Par­tie gegen Har­dy Sydow aus Ebers­wal­de nach 55 Zügen die­se Stel­lung auf dem Brett. Der Schwar­ze hat­te ein paar Züge zuvor in einer ansons­ten hoff­nungs­lo­sen Stel­lung sei­nen Sprin­ger geop­fert, um alle Bau­ern am Königs­flü­gel abzu­tau­schen. Ich hat­te gera­de den letz­ten schwar­zen Bau­ern auf c6 geschla­gen und muss­te für einen Erfolg der Mann­schaft unbe­dingt gewinnen.

Der schwar­ze Plan war klar – den Läu­fer für mei­nen letz­ten Bau­ern geben und dann gucken, ob ich mit Läu­fer und Sprin­ger matt­set­zen kann. In mei­nem Kopf bau­te sich ein Hor­ror­sze­na­rio auf. Ich hat­te noch nie die­ses End­spiel auf dem Brett. Wie ging das eigent­lich noch­mal? In wel­che Ecke muss der schwar­ze König? Wir hat­ten das neu­lich im Trai­ning geübt: Der Sprin­ger läuft ein W, der König rückt nach und der Läu­fer sichert irgend­wie von hin­ten her ab. Habe ich schon damals nicht rich­tig behal­ten kön­nen. Fei­xen­de bezie­hungs­wei­se ent­setz­te Zuschau­er, die einen Count­down ab 50 zäh­len. Das woll­te ich mir nicht antun. Also muss­te der Bau­er vor­rü­cken, ohne geschla­gen zu wer­den. Es dau­er­te eine gan­ze Wei­le, bis ich das hin­be­kam. Noch ein­mal Glück gehabt.

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3 Kommentare

  1. K+L+S vs. K müs­sen wir wohl noch mal üben ;-)

  2. Stefan

    14. Februar 2008 — 10:20

    Habe ges­tern mal ver­sucht, das gegen den Com­pu­ter zu spie­len. Der gibt aber mit­ten­drin ein­fach auf – wahr­schein­lich, weil er schon das Matt sieht :-(

  3. Martin Schmidbauer

    14. Februar 2008 — 14:42

    Lie­be Schach­freun­de aus Greifs­wald. Ich bin zufäl­lig auf die­se Sei­te gesto­ßen. Herz­li­chen Glück­wunsch zum Erfolg gegen Eberswalde.

    Ich glau­be, dass fast nie­mand die­ses End­spiel je in der Tur­nier-Pra­xis hat­te. Ich kann mich bei mir selbst nur an eine Blitz­par­tie erin­nern, die ich dann kläg­lich ver­siebt habe. Zu gewon­ne­nen End­spie­len fällt mir noch das Bei­spiel Svid­ler – Gel­fand ein, wo letz­te­rer mit König und Turm gegen König und Dame ver­tei­di­gen muss­te. Die besag­te Par­tie ging remis aus, weil Svid­ler das Matt erst nach der 50-Züge Rege­lung geschafft hät­te. Also auch hier lohnt es sich weiterzuspielen.

    Vie­le Grü­ße aus Berlin
    Mar­tin Schmidbauer

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