Knall

bottomcannon.jpg

Diese Aufgabe firmiert in meinem Buch als „Grundreihen-Kanonen-Matt“. Rot ist mit seinem Mattangriff schon sehr weit fortgeschritten. Die rote Mittelkanone ist sehr lästig. Es droht schlicht R8+1. Schwarz muss deshalb zu drastischen Maßnahmen greifen.

Schwarz zieht und setzt matt. Antworten bitte auch hier als Kommentar.

Kategorien: Xiangqi

5 Kommentare

  1. Dr. René Gralla

    4. Mai 2008 — 14:08

    Lösungsvorschlag zum “Grundreihen-Kanonen-Matt” vom 4. Mai 2008 (in der von Prof. David H. Li vorgeschlagenen ausführlichen Notation):

    1. … R7-5xA check 2.K5+1xR … (2.H3-5xR? R4+3xA mate) 2. … R4+2 check 3.K5‑1 R4+1 check 4.K5+1 R4‑1 mate

    Tragikomisch, wie der rote General vorwärts und zurück und dann wieder hinaus auf die Position roter Punkt 5ii / schwarzer Punkt 5ix, wo der Feldherr kapitulieren muss, getrieben wird.
    Danke für die schöne Aufgabe.

    René Gralla, Hamburg

  2. Stefan

    4. Mai 2008 — 14:18

    Die Notationsvielfalt beim Xiangqi ist tatsächlich verwirrend, aber vielleicht einfach Teil dieser Kultur. Danke für die richtige Lösung. Die Wanderung des roten Generals gefällt mir auch sehr. Die schwarze Kanone leistet Schwerstarbeit.

  3. Der erste Zug müsste auch in der Notation von Prof. Li 1.- R7=5 lauten, über die Hinzufügung der geschlagenen Figur und / oder des Schachgebots kann man streiten. Die Lesbarkeit wird durch diese zusätzlichen Angaben erhöht, allerdings geht er meiner Ansicht nach zu weit, wenn er „ch“ (check – Schach), „dis ch“ (discovered check – Abzugsschach) und „dbl ch“ (double check – Doppelschach) unterscheidet.

    Ich bevorzuge aber ohnehin die westliche Notation, weil ich die chinesische Schreibweise für schwieriger nachvollziehbar halte. Wenn ich vermute, dass ich mich beim Nachspielen einer Partie vertan habe, weil ich z.B. den Wagen auf g7 stehen habe und der nun nach b6 ziehen soll, dann sehe ich bei westlicher Schreibweise auf den ersten Blick, dass der Wagen zuletzt bei 31. Wg6 gezogen hat, ich also zu blöd war, den richtigen Zug auszuführen. Der Nachspielfehler kann aber so recht schnell korrigiert werden. Bei chinesischer Notation sehe ich z.B. nur 31. R3+2, woran ich nicht erkennen kann, wo der Wagen stehen müsste. Unter Umständen ist sogar der nächste Zug R3=8 auch mit dem Wagen von g7 aus möglich, so dass ich mich weiter verhaspele.

    Ein weiterer Schwachpunkt der chinesischen Notation ist aus meiner Sicht die Benennung der Felder (bzw. Schnittpunkte). Wg6 ist eindeutig, während Prof. Lis Konvention in diesem Fall 3vi vorsieht, was zumindest gewöhnungsbedürftig, aber immerhin auch noch eindeutig ist. Unpraktisch wird es in dem Moment, in dem ein Feld aus roter und schwarzer Sicht unterschiedlich bezeichnet werden muss wie im Beispiel von Dr. Gralla, wo es um das Feld e2 geht. Der Wagen von g6 stünde dann nicht mehr auf 3vi, sondern aus schwarzer Sicht auf 7v.

  4. Dr. René Gralla

    6. Mai 2008 — 22:41

    Stimmt, wie peinlich, korrekt heißt es tatsächlich:
    1. … R7=5xA check pp. …
    Sorry!
    René Gralla

  5. Stefan

    8. Mai 2008 — 16:18

    Zur Xiangqi-Notation habe ich hier http://schachblaetter.de/xiangqi-notation/05–01-2008/ schon einmal etwas geschrieben. Die Fehleranfälligkeit der asiatischen Notation versuche ich einfach als Teil der Kultur dieses Spiels zu verstehen, die von deutscher Genauigkeit und Gründlichkeit meilenweit entfernt ist.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Copyright © 2021 Schachblätter

Theme von Anders Norén↑ ↑