Auf dem Rangierbahnhof (3)

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8/4B2p/6p1/3P2p1/3PPp1r/1NPR1Kp1/R5nr/1N1B2kb b – - 0 1

Eine Ein­sen­dung unse­res Lesers Frank Rich­ter soll den vor­läu­fi­gen Höhe­punkt und Abschluss die­ser klei­nen Serie bil­den. Mathe­ma­tisch dürf­te die Auf­ga­be (Mar­kus Ott, feen­schach 1980) nicht zu über­bie­ten sein.

Wie­der ein Seri­en­zü­ger. Hilfs­patt in 153 Zügen. Schwarz macht also 153 Halb­zü­ge hin­ter­ein­an­der und dann setzt Weiß mit sei­nem ers­ten und ein­zi­gen Halb­zug patt. Lösungs­vor­schlä­ge und Anmer­kun­gen bit­te als Kom­men­tar. Eine voll­stän­di­ge Nota­ti­on wird nicht erwartet.

Kategorien: Schachaufgaben

15 Kommentare

  1. Nun, Sg2 und Bg5 dür­fen wegen Schach­ge­bot nicht zie­hen, Bf4,g3,g6 und Lh1 kön­nen nicht, Bh7 soll­te nicht. Also blei­ben nur die bei­den T und der K. Anfan­gen muss es also wohl mit 1.Tg4 2.Th6 3.Kh2 4.Kh3 5.Kh4 6.Kh5 7.Th4 8.Th2 9.Kh4 10.Kh3 11.Th4 12.Tg4 13.Kh4 14.Kh5 15.Kh6 16.Kg7 17.Kf7 18.Ke8 19.Kd7 20.Kc7 21.Kb6 22.Kb5 23.Kc4
    Der K schlägt dann erst den Td3, der den Ld1 deckt, muss dann über den Ran­gier­bahn­hof und h2-g1 um den Ld1 (deckt Sb3) zu schla­gen. Dann geht es wie­der zurück, um den Sb3 zu schla­gen, damit wird das Feld c1 frei. Wie­der ein Rund­lauf und über h2-g1 bis nach b1, um den S, der c3 deckt, zu schla­gen. Auf dem sel­ben Tram­pel­pfad wie­der hoch und den Bc3 und den Bd4 ent­fer­nen. End­lich wie­der nach h2, dann ein T nach h3, einer nach g4 und den h‑Bauern nach h4. Nun setzt Weiß mit Lc5 patt. Weil bei jedem Pas­sie­ren des Bahn­hofs über 10 Manö­ver­zü­ge ver­braucht wer­den und der K ja auch ziem­lich viel ren­nen muss, könn­ten das zusam­men 153 Züge sein. Wich­tig dabei ist, das Weiß das Feld g1 kon­trol­liert bekommt und der K nach h2 geht, um den Sg2 unbe­weg­lich zu machen. Hat man das Patt­bild gese­hen, ergibt sich der Rest zwin­gend von selber.

  2. Permanent Brain

    6. Oktober 2009 — 21:42

    Ach so, nur 153 Züge? Na das ist ja kin­der­leicht oder…

    [Kom­men­tar moderiert]

    Der Titel „Schach­blät­ter“ stimmt nicht mehr. Ihr macht meis­tens Xiang­qi und irgend­wel­che Schach­per­ver­sio­nen. Scha­de. Mir gefällt das nicht mehr.

  3. Permanent Brain

    6. Oktober 2009 — 21:44

    Benennt doch den Blog in „Xiang­qi & Mär­chen­schach“ um. Ansons­ten ist es Irreführung.

  4. @PB: Das ist IMHO zu ein­sei­tig betrach­tet. Gut, bei Xiang­qi stei­ge ich auch aus, weil ich das nicht kann, aber ein oder zwei Auf­ga­ben pro Monat kann ich tole­rie­ren – ist ja schließ­lich nicht mein Blog. Und ein Hilfs­patt­se­ri­en­zü­ger ist viel­leicht kein ortho­do­xes Schach­pro­blem, aber auch kein Mär­chen­schach – alle Figu­ren zie­hen wie gewohnt. Ach ja, die Anzahl der Züge sagt kaum was über die Schwie­rig­keit des Pro­blems aus, gera­de Längs­t­auf­ga­ben beru­hen fast immer auf einem mehr­fach zu wie­der­ho­len­den Manö­ver, sonst käme man gar nicht auf die­se Zug­zahl. Aspek­te von Geis­tes­krank­heit fin­det sich auch im her­kömm­li­chen Schach, man lese nur mal die Ein­füh­rung des Autors Chéron zu sei­nem Endspielwerk.

  5. Ja, mit „ortho­do­xem“ Schach hat das hier kaum noch etwas zu tun.

  6. Zum bes­se­ren Ver­ständ­nis sei ergänzt, dass der Ter­mi­nus „Geis­tes­krank­heit“ im mode­rier­ten Part des postings von per­ma­nent brain vor­kam und daher von mir auf­ge­grif­fen wurde.

  7. Sie haben es zwar nicht nötig, denn die Qua­li­tät spricht für sich. Trotz­dem möch­te ich an die­ser Stel­le den „Schach­blät­tern“ den Rücken stär­ken. Ein Auf­bre­chen ortho­do­xer Denk­scha­blo­nen tat und tut dem Schach (wie auch der Lite­ra­tur und ande­ren Berei­chen) nur gut. Wo wäre das heu­ti­ge Schach z.B. ohne die „Hyper­mo­der­nen“ der 1910er und 1920er Jah­re? Uner­träg­lich ist es, dass die Gegen­sei­te immer so schnell mit Begrif­fen wie „krank“ und „per­vers“ zur Stel­le ist.
    (Apro­pos, MiBu, sol­che bös­ar­ti­gen Kom­men­ta­re wie der obi­ge von PB mein­te ich letz­tens mit „Schaum vor dem Mund“.)

  8. Ich freue mich, dass nach der Pau­se zu Anfang des Jah­res wie­der kon­ti­nu­ier­lich Zeit für die Schach­blät­ter da ist. Dass man sich beim Blog­gen The­men zuwen­det, an denen man auch selbst Spaß hat, ist doch wohl klar – sonst betreibt man die Sache ein­fach nicht mit dem nöti­gen Enthusiasmus.

  9. Auch die Hyper­mo­der­nen haben sich aus­schließ­lich mit ortho­do­xem Schach im hier so bezeich­ne­ten Sin­ne beschäf­tigt, und nicht mit „Mär­chen­schach“!

  10. Auch mit dem Abstand von zwei Tagen neh­men mich die Kom­men­ta­re von PB und WB noch immer mit. Es wird nie­mand gezwun­gen, hier mit­zu­le­sen und Kri­tik ist aus­drück­lich erwünscht. Ich mache die Sei­te ja nicht nur für mich, sonst müss­te ich es nicht online tun.

    Aber ich bit­te dar­um, den Ton zu wah­ren. Das ist hier kei­ne Publi­ka­ti­on mit all­ge­mei­nen Anspruch, son­dern mei­ne per­sön­li­che Sicht auf das Schach­spiel. Und inso­fern spie­gelt die Sei­te natur­ge­mäß mein zurück­ge­hen­des Inter­es­se am ortho­do­xen Schach und mei­ne Beschäf­ti­gung mit rand­stän­di­gen Schach­dis­zi­pli­nen. Ich habe jedes Ver­ständ­nis, dass das nicht jeder­manns Inter­es­se weckt.

  11. Kurz vor dem Wochen­en­de: Schach­blät­ter, macht wei­ter so! Bei Xiang­qi lass ich die Fin­ger von, bei „Seri­en­zü­ger. Hilfs­patt in 153 Zügen“ guck ich mal flüch­tig drü­ber und ansons­ten: Macht mal! Für mich lebt das manch­mal weni­ger vom The­ma, son­dern mehr von der Dis­kus­si­on (auch wenn die bei Lite­ra­tur-The­men etwas mau ausfällt…)!

  12. Die Lösung der Auf­ga­be soll­te ich noch etwas genau­er dar­le­gen. (Wen’s nicht inter­es­siert, kann ja weghören…)
    Zäh­len wir mal die schwar­zen Königs­zü­ge ohne Rangieren:
    a) Kg1-h2-h6-d3 sind 14
    b) Kd3 zurück nach h2 sind 13 (Sum­me 27)
    c) Kh2-d1-h2 sind 8 (35)
    d) Kh2-b3 und zurück sind 26 (61)
    e) Kh2-b1 und zurück sind 12 (73)
    f) Kh2-c3 sind 13 (86)
    g) Kxd4 nur 1 (87)
    h) Kd4-h2 sind 13 (100)
    Beim Ran­gie­ren wer­den immer 8 Züge zusätz­lich benö­tigt, und zwar sechs­mal, das macht 48 (148). Hin­zu kom­men das ein­lei­ten­de Tg4 und Th6 sowie das abschlie­ßen­de Th3 sowie h5 und h4, das sind noch mal 5 (Sum­me 153). Sieht so aus, als hät­te der Autor rich­tig gezählt.

  13. Stefan

    9. Oktober 2009 — 21:05

    Aus medi­ta­ti­ven Grün­den könn­te man ja mal eine pgn-Datei herstellen ;-)

  14. Also, so schlimm wie der von PB waren mei­ne Kom­men­ta­re doch wohl hof­fent­lich nicht?! Die müs­sen doch nie­mand „mit­neh­men“. Ich mei­ne nur, das „orho­do­xe“ Schach hat immer noch genug Rei­ze, die es aus­zu­for­schen gilt, statt sich ins „Mär­chen­schach“ zu flüch­ten. Nichts für ungut!

  15. Stefan

    9. Oktober 2009 — 21:41

    Nein, nein, es hat mich nur an einer offen­bar sen­si­blen Stel­le erwischt.

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