10 Kommentare

  1. Auch hier springt mir die Idee nach ca. 15 Sekunden an, möchte die Lösung aber vorerst Anderen überlassen.

  2. Nun ja, dann gebe ich auch keine Variante an. Stattdessen erwähne ich rein zufällig, dass ein Kapitel im Buch „666 Kurzpartien“ von Kurt Richter den Titel hat „Niemand kann zwe’en Herren dienen“. („Zwe’en“ ist kein Schreibfehler, sondern Dialekt, wohl aus Norddeutschland.) Kurt Richter ist schon lange tot, heute hätte er wohl „Overloading“ als Ãœberschrift gewählt.

  3. Da sich alle sehr bedeckt geben, merke ich nur an, dass das entstehende Damenendspiel (bei dem Wort fällt mir etwas ein, das ich schon lange mal wissen wollte: Warum heißen Endspiele mit zwei oder mehr Türmen eigentlich Turmendspiele und nicht Türmeendspiele?) sofort für Weiß gewonnen ist.

  4. … weil es auch Semmelknödel heißt und nicht etwa Semmelnknödel, obwohl mehr als eine Semmel verwendet wird.

  5. Hmm, mit Semmelknödel kenne ich mich aufgrund meiner geografischen Herkunft leider nicht so gut aus.

    Aber wieso heißt es dann Leichtfigurenendspiele, Bauernendspiele, Damenendspiele statt Leichtfigurendspiele, Bauerendspiel, Dameendspiele? (Die Frage ist natürlich nicht wichtig, ich wundere mich aber tatsächlich, ob hinter dem Unterschied eine Sprach-„Regel“ steckt.)

  6. In solchen Fällen existieren keine Sprachregeln, weil die Einfügung von Bindungen aus einem Sprachgefühl erwächst, welches sowohl regionalen als auch persönlichen Vorlieben entspringt (Essenmarken vs. Essensmarken). Bei Türmeendspiele stört sich die Ästhetik an dem doppelten E (m. E. spricht es sich nicht so schön). Bindende Konsonanten passen aber auch nicht direkt (Türmenenspiele, Türmesendspiele) und dass Turmfigurenendspiele immer remis sind, wäre auch gewöhnungsbedürftig.

  7. Ja, gerade das Füge‑s ist ein gutes Beispiel. Man kann darüber wahrscheinlich philologische Dissertationen schreiben, ohne einer Regel näherzukommen. Meine schwedische Grammatik schreibt dazu fünf Seiten mit Regeln, Ausnahmen und Rückausnahmen, ohne dass man den Eindruck hätte, Fortschritte zu machen.

    PS: Solange niemand löst, geht es auch nicht weiter (Entschuldigung für diese niveauarme Bemerkung).

  8. Mir wollte mal ein Süddeutscher klarmachen, dass der im Zentrum der Kölner Südstadt gelegene Chlodwigplatz unbedingt „Chlodwigsplatz“ heißen müsse. Nach wenigen Minuten ergebnisloser Diskussion habe ich den kaum zu erschütternden Standpunkt „Der Platz heißt so wie er ist und basta!“ eingenommen und gleichzeitig darauf verwiesen, dass er froh sein soll, dass ich zum Chiemsee „Kiemsee“ wie die Einheimischen sage und nicht „Schiemsee“, wie es im Rheinischen üblich sei. Danach war Ruhe… Und schon Karl Valentin hat darauf hingeweisen, dass es eigentlich (doppel-pluralistisch) „Semmelnknödeln“ heißen müsse, hat sich aber damit auch nicht durchgesetzt.

    Zur Aufgabe: Sicher haben HL und CB auch 1.g5! in Betracht gezogen, um nach fxg5 mit f6 und nach Lxg5 mit Ld6 fortzusetzen. Der Lf4 ist überlastet.

  9. Und wie geht es nach 2.f6 Ke8 weiter? Der König hält den f‑Bauern auf und der Läufer den c‑Bauern gedeckt. Gibt es eine Alternative zu 3.La5 g4 4.Lxc7 Lxc7 5.Kxc7 g3 6.Kd6 g2 6.c7 g1D 7.c8D+ Kf7 8.De6+ usw.
    Was, wenn Schwarz die Läufer nicht tauscht?

  10. Nach 1. g5 fxg5 2. f6 Ke8 3. La5 g4 4. Lxc7 springt 4. … Ld2 ins Auge, um je nach Wegzug des weißen Läufers die freiwerdende Diagonale zu besetzen, wonach Weiß nicht mehr gewinnen kann (die schwarzen Königsflügelbauern werden den weißen Läufer in wenigen Zügen dazu zwingen, den Bf6 schutzlos zu lassen). Und hier wird das Ganze dann studienähnlich: Nach 5. Ka6 könnte „normalerweise“ 5. … Lg5 kommen, um nach einem Zug des weißen Läufers erneut eine der beiden Diagonalen a5-d8 oder h2-b8 zu besetzen. Dummerweise hat sich im zweiten Zug der weiße Bauer auf f6 „dazwischengestellt“ …

    P.S. Danke für die kenntnisreichen Kommentare zu meiner Türmeendspiele-Frage. Ich werde das Wort noch eine Weile vor mich hinmurmeln und dann entscheiden, ob ich es nicht vielleicht fortan verwenden möchte.

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