Schachblätter

Definitionsfragen

Als Opfer bezeich­net man einen kon­kre­ten Zug, der einen mög­li­chen Mate­ri­al­ver­lust bei gewis­sen Gegen­zü­gen ein­kal­ku­liert. Es erscheint kaum schwie­ri­ger, „Gam­bit“ zu defi­nie­ren, denn offen­bar ver­hält sich „Gam­bit“ zu „Opfer“ gera­de­so wie „Eröff­nung“ zum „Zug im allgemeinen“.

Ste­fan Bücker: Gam­bit 59 (1984)

Silvesterrätsel 06 » « Malmö Open 2006 (6)

4 Kommentare

  1. offen­bar? den ver­gleich kapier ich nicht, beim bes­ten wil­len nicht. hät­te der einen nähr­wert, wenn er stim­men wür­de? ein gam­bit ist natür­lich ein opfer. und zwar eins in der eröff­nung. meis­tens ein klei­nes. also ein bau­ern­op­fer. um zeit, raum und so kram als rekom­pen­sa­ti­on fürs mate­ri­al zu krie­gen. gam­bits sind – wenn sie nicht wider­legt sind – eröff­nun­gen mit pfef­fer, mit offe­nem aus­gang, mit risi­ko auf bei­den sei­ten. also in gewis­ser wei­se sind die­se gam­bits opfer mit auf­fang­netz. da steckt meist von ande­ren durch­ana­ly­sier­te theo­rie hin­ter. ein ech­tes opfer im mit­tel­spiel hin­ge­gen muss man selbst fin­den und durch­rech­nen. was ja meist gar nicht geht bis ins detail. da ist fast immer ein quent­chen intui­ti­on drin. also risi­ko pur für den, der opfert. was das mit zug im all­ge­mei­nen zu tun haben soll, müss­te man wohl herrn bücker fra­gen. der hat sich bestimmt was dabei gedacht.

  2. admin

    31. Dezember 2006 — 12:10

    Den Ver­gleich habe ich auch nicht ver­stan­den. Ich mag aber den Ver­such, das Schach­spiel zu sys­te­ma­ti­sie­ren. Und den gro­ßen Ernst, mit dem Ste­fan Bücker arbeitet.

  3. Es geht bei nur um die Defi­ni­ti­on von Gam­bit. Mathe­ma­tisch umge­stellt also 

    „Gambit=Opfer mal Eröff­nung geteilt durch Zug im allgemeinen“ ;) 

    (was ja unge­fähr so sinn­voll ist wie „Elek­tri­fi­zie­rung der UdSSR=Kommunismus minus Sowjetmacht“), 

    oder in All­tags­spra­che: Ein Gam­bit ist eine Eröff­nung, bei der in (min­des­tens) einem Zug ein mög­li­cher Mate­ri­al­ver­lust bei gewis­sen Gegen­zü­gen ein­kal­ku­liert wird. 

    Seit ich Kotows Ver­su­che gele­sen habe, den Begriff „Kom­bi­na­ti­on“ kor­rekt zu defi­nie­ren, ste­he ich einer Sys­te­ma­ti­sie­rung die­ser Schach­be­grif­fe aller­dings eher skep­tisch gegenüber…

  4. also doch. ein gam­bit (wenn man es durch den zug defi­niert, der das mate­ri­al anbie­tet) ist ein spe­zi­al­fall des opfers. sor­ry, aber das ist unge­fähr so lehr­reich wie der satz „schach ist ein brett­spiel“. hät­te der herr bücker auch ruhig etwas kla­rer aus­drü­cken kön­nen und nicht so verschwurbelt.

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