Schachblätter

Eingesperrt

wotawa
6R1/3K1Ppp/6k1/7n/6P1/np6/5r2/7R w – - 0 1

Eine Stu­die des öster­rei­chi­schen Kom­po­nis­ten Alo­is Wota­wa (1896–1970), mit einer hüb­schen Poin­te, wie ich finde.

Weiß zieht und gewinnt. Ant­wor­ten bit­te als Kommentar.

Kategorien: Schachaufgaben

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13 Kommentare

  1. Hier ver­rät wohl die Ãœber­schrift wie­der viel – womög­lich zuviel?!

    Mein ers­ter Ansatz war 1.f8D Txf8 2.gxh5+ Kf7 3.Txf8+ Kxf8 4.Ke6.
    a) 4.-b2 5.Td1 g6 6.h6 ist klar
    b) 4.-Ke8/g8 5.Ta1 hilft auch nicht
    c) 4.-g6 5.h6 macht kei­nen Unterschied
    d) 4.-Sc4 5.Tc1 ist auch nichts
    e) 4.-Sb5 ist am hart­nä­ckigs­ten, weil Sd4 und Sc7 dro­hen. Da habe ich noch nicht raus, wie es wei­ter­ge­hen kann – wohl gar nicht.

    Alter­na­tiv kommt in Betracht (und das ist wohl die Lösung) 4.Tf1+ Kg8 5.h6!, was das schwar­ze h6 mecha­nisch ver­hin­dert. Auf 5. ‑b2 (oder S~) folgt 6.Ke7 gxh6 7.Tg1+ Kh8 8.Kf8 b1D 9.Tg8#.

  2. Sieht gut aus…:-)

  3. Stefan

    26. Oktober 2009 — 17:34

    3.Txf8+ ist aber nicht die Mus­ter­lö­sung. Ich habe die Lösung nicht zur Hand, kann das mal bit­te jemand mit einem Rech­ner überprüfen?

  4. Sieht gut aus, ist aber nicht die Lösung, denn nach 5.h6! folgt gxh6 6.Ke7 h5 7.Tg1+ Kh8 8.Kf7 h6 und ein matt scheint mir nicht in Sicht zu sein …

    Ich plä­die­re daher für 3.Th8! (droht Tf1 matt) Txh8 4.Tf1+ Kg8 5.h6! (ver­hin­dert schwar­zes h6!) gxh6 (oder auch b2 6.Ke7 b1D 7.Tf8 matt) 6.Ke7 Kg7 7.Tg1 matt. Da ist der Turm auch so schön „ein­ge­sperrt“.

  5. Sehr schön, die Ver­tei­di­gung h5 und h6 war mir wie jeder nach­le­sen kann ent­gan­gen. Auf 3.Th8 wäre ich so schnell nicht ver­fal­len, es sei denn, mir hät­te jemand vor­ge­sagt, dass das Motiv h6 „grund­sätz­lich rich­tig“ ist und nur noch im Sin­ne der Ãœber­schrift ver­fei­nert wer­den muss.

    Ãœb­ri­gens, es ist ziem­lich knapp: 3.Txf8+ Kxf8 4.Tf1+ Kg8 5.h6 gxh6 6.Ke7 h5 7.Tg1+ Kh8 8.Kf7 h6 9.Tg8+ Kh7 10.Tg7+ Kh8 11.g6 b2 12. Tc7 schei­tert nur des­halb, weil b1D mit Schach erfolgt! Die Stu­die ist in Lösung und Ver­füh­run­gen tie­fer, als ich ange­nom­men hatte.

  6. Stefan

    27. Oktober 2009 — 07:22

    Als blu­ti­ger Ama­teur hat­te ich erwar­tet, dass die­se Auf­ga­be län­ger ste­hen­blei­ben wür­de. Aber die geball­te Macht der Titelträger…
    Dan­ke fürs Mitmachen!

  7. Permanent Brain

    27. Oktober 2009 — 07:22

    Man­che Com­pu­teren­gi­nes über­ra­schen auf 1.f8D, nach­dem sie 1…Txf8 als aus­sichts­los erkann­ten, mit dem ver­blüf­fen­den Vor­schlag 1…Tf7+ 2.Dxf7+ Kxf7 mit Gegen­an­griff auf den Tg8, dann z.B. 3.Tb8 Sf6+… Ist das banal ver­lo­ren oder klärungsbedürftig?

    Viel­leicht zumin­dest eine erwäh­nens­wer­te Nebenvariante.

  8. Stefan

    27. Oktober 2009 — 16:16

    Ãœber­ra­schend, aber alle­mal bes­ser, als matt­ge­setzt zu wer­den. Wie sieht denn dann eine Art Haupt­va­ri­an­te aus?

  9. Permanent Brain

    27. Oktober 2009 — 17:47

    Ich fürch­te, die Fort­set­zung ist eher witz­los. Ich habe meh­re­re gute Engi­nes pro­biert, und sie einig­ten sich frü­her oder spä­ter nach 1.f8D Tf7+ 2.Dxf7+ Kxf7 alle auf 3.Tb8 Sf6+ 4.Kd8 Sc4 5.Txb3… da habe ich nicht wei­ter­ge­forscht, denn hier scheint kein beson­de­rer Clou dahin­ter zu sei. Bewer­tun­gen jeweils irgend­wo zwi­schen +2 und +3.

    Alle die­se Engi­nes (Ryb­ka, Shred­der, Stock­fi­sh…) bevor­zu­gen schnell 1…Tf7+, wenn man sie in der Ana­ly­se durch die Fort­set­zung von RP nach 1…Txf8 führt und wie­der zurück geht. Ohne die­se „Vor­füh­rung“ kann es beim ers­ten schwar­zen Zug lan­ge dauern.

    Falls also 1…Tf7+ tat­säch­lich die zähe­re Ver­tei­di­gung ist, scheint mir die Stu­die etwas ent­wer­tet, da die­ser Zug Weiß der ande­ren glanz­vol­len Gewinn­füh­rung beraubt.

    Ich glau­be wei­ters daß MiBus Vor­schlag nach 1…Txf8 2.gxh5+ Kf7 3.Txf8+ (statt 3.Th8) eben­falls zum Gewinn reicht, ohne es jetzt ganz aus­ana­ly­siert zu haben. Mei­ne Rechen­mons­ter zei­gen mir näm­lich, daß Weiß nach 3…Kxf8 4.Tf1+ Kg8 nicht 5.h6, son­dern 5.Ke7 (Matt­dro­hung) 5…h6 6.Tf8+ nebst 7.Tb8 usw. spie­len soll­te. Dann ist der B‑Bauer pfutsch…

  10. War­um dau­ert es so lan­ge, bis die Ein­gi­nes 3.Th8 sehen? Wird die­ser Zug wie bei den Men­schen als unplau­si­bel ausgeschieden?

    Zur letzt­ge­nann­ten Vari­an­te muss ich noch­mal John Nunn kon­sul­tie­ren, der hält es für remis. Ich mel­de mich, sobald das Buch wie­der für mich greif­bar ist.

  11. Nach 7.Tb8 Sc4 8.Txb3 Se5 bleibt wohl nicht genug Angriffs­po­ten­ti­al für Weiß über, z.B. 9.Tb7 (9.Kf8 Sd7+!) Kg8! 10.Tb8+ Kh7 und Weiß kommt nicht so recht vor­an. Schwarz droht sich mit Sg4-f6 mit Angriff auf den h5 zu kon­so­li­die­ren. Aber ganz leicht ist das für Schwarz noch nicht.

    1…Tf7+ ist span­nend. Selbst wenn die Engi­nes +2 oder +3 nach 5.Txb3 anzei­gen wird sich der Anzie­hen­de vor einem mög­li­chen Ver­lust des Bau­ern g4 nach 5…Kg6 (ver­hin­dert wei­ßes g5, viel­leicht auch 5…h6) 6.Txb3 Sc4 mit der Idee Se5 vor­se­hen müs­sen. Ich tip­pe, dass sich der Gewinn des Bau­ern aber nicht rea­li­sie­ren las­sen lässt und Schwarz Pro­ble­me wegen des schwa­chen Bau­ern auf g7 bekommt. Ein­fach erscheint es aber nicht. Da muss der Mül­ler ran. Ist mir zu schwer.

  12. Inter­es­sant, was hier noch alles ver­bor­gen ist.
    Was ist in der ers­ten Vari­an­te von RP, wenn W 9.Tg3 spielt um Sg4 zu ver­hin­dern? Nach 9.-Kh7 10.Ke6 drif­tet der S ziem­lich ab, also wohl 9.-Sf7 10.Ke6 Sg5+ 11.Kf5 Sf7 12.Ta3. Hat S hier eine Fes­tung oder kann W mit Zug­zwang den g7 atta­ckie­ren? Ich ten­die­re zu ers­te­rem, aber sicher bin ich nicht.

  13. Nunn hält es für eine Fes­tung, wenn Schwarz zu Sf7-g5-h7 kommt. 1…Tf7 erwähnt er nicht. Per­ma­nent Brain hat m.E. recht, es ist die zähes­te Ver­tei­di­gung und nimmt der Stu­die damit eini­gen Wert.

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