Fairy Tales (7)

Inzwischen ist harmonie #103 erschienen und damit die Sperrfrist für die Aufgaben aus dem Jubiläumsheft #100 entfallen. Darin ist dieses entzückende Problem von Fritz Hoffmann:

hoffmann
3RK2b/rP4p1/1n6/8/k1p5/8/1Q6/8 w – - 0 1

Unter Normalschachbedingungen ist es ein nebenlösiges Matt in vier, im Circe-Schach ein Matt in zwei Zügen. Damit ihr nicht nachschlagen müsst, hier nochmal die Circe-Regeln:

Mit Ausnahme des Königs werden geschlagene Steine auf ihrem Ursprungsfeld in der Partieanfangsstellung wiedergeboren. Turm, Läufer und Springer werden dabei auf dem mit dem Schlagfeld gleichfarbigen Ursprungsfeld, Bauern auf dem Ursprungsfeld derselben Linie wie das Schlagfeld, neutrale Steine auf dem Ursprungsfeld der Partei, gegen die geschlagen wurde, wiedergeboren. Ein wiedergeborener Turm gilt als neu und darf rochieren. Die Regel gilt auch, wenn der Stein gar nicht von seinem Ursprungsfeld gekommen sein kann. Ist das betreffende Ursprungsfeld besetzt, verschwindet der geschlagene Stein vom Brett.

Wer eine Idee hat, darf diese gern als Kommentar posten!

Kategorien: Schachaufgaben

11 Kommentare

  1. Achtung, Beckmesserei: Unter Normalschachbedigungen ist das KEIN 4# mit mehreren Lösungen, sondern eine illegale Stellung… (Lh8, Bg7). [Bei Circe ist die Stellung legal, der Bg7 wurde mal auf g6(5,…) geschlagen und erstand auf g7 wieder auf, nachdem der sL nach h8 zog.]
    Mit einer Lösung kann ich noch nicht dienen; ich frage mich verzweifelt, welche Rolle Bg7 und Lh8 überhaupt haben. Ist aber auch noch früh am Morgen…

  2. Juhu, endlich mal wieder eine Schachaufgabe! Ich denke, der sLh8 ist dafür da, dass Weiß auf Ta7 schlagen kann. Das darf er sonst nicht, da Weiß sonst selbst (Ke8) im Schach stünde. Ich werfe deswegen mal 1.Ta8 in den Raum, mit der offensichtlichen Drohung 2.Txa7#. Auf 1…Sxa8 setzt 2.Th1-a1 matt.
    Auf 1…Sc8 setzt 2.Txa7 matt, da 2…Sxa7 wegen Auferstehung des weißen Turmes auf a1 verboten ist. Und auf 1…Txa8+ folgt 2.bxa8D#. Hier geht 2…Sxa8 wegen Auferstehung der weißen Dame auf d1 nicht.

  3. Und was kommt nach 1.Ta8 Ta6?

  4. Stimmt, nach 1.Ta8 Ta6 ergibt sich eine interessante Konstellation. Wenn ich auf a6 mit Schach nähme, entsteht gleichzeitig auf a8 ein schwarzer Turm, der ebenfalls Schach böte. Da sehe ich jetzt nichts konkretes, ich bin wohl der Verführung verfallen.

  5. Gut, nach einigem Grübeln versuche ich mal den 2. Anlauf: 1.Td5 mit der Drohung 2.Ta5# und der sLh8 soll wohl den Zug 1…Ta5 erschweren.

  6. Bravo, Td5 löst es. Ich hatte u.a. ein Problem mit Td~ Ta8+, aber Td5 nimmt das potentielle Fluchtfeld a5 unter Kontrolle, so dass 1.Td5 Ta8+ mit 2.bxa8D # beantwortet werden kann. (Sxa8 scheitert an der Wiedergeburt auf d1). Eigentlich ganz einfach, wenn man die Lösung kennt… Ich sehe allerdings im Moment nicht, welche Nebenlösung entsteht, wenn man den Bc4 entfernt.

  7. Der sBc4 verhindert die Doppelwiderlegung 1.Ta8? Ta6,Sc4! und außerdem die Doppeldrohung 2.Ta5,Db3#, hat also einiges zu tun. Dagegen verstehe ich nicht, was gegen einen wKh8 (ohne Lh8,Bg7) spricht, dann hätte man einen hübschen 8steiner.

  8. Super, dann wäre diese Aufgabe wohl gelöst, Die nächste bitte!! ;-)

  9. Stefan

    7. Oktober 2010 — 14:42

    Pädagogisch lief es optimal, erst die Verführung, dann die Lösung.

    Und jetzt? Nochmal Circe oder sollen es Märchenschachfiguren sein?

  10. Ja, die Verführung ist wirklich gelungen, alles schien optimal in die Circe-Bedingungen zu passen (sLh8 blockiert die Wiedergeburt des sT, das Schlagen auf a8 lässt einen neuen wT auf h1 wiedererstehen, der sofort Matt setzt, etc.) Und nun? Wenn Märchenschachfiguren, bitte den Equihopper xD. Oder Grashüpfer. Oder den Hamster.

  11. »bitte den Equihopper«

    Das letzte gerichtete Märchenschachinformalturnier (2008) der Schwalbe (Dezember 2010) gewann ein Stück mit einem Equihopper. Nur so als Vorschlag…

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