Fairy Tales (8)

steudel1

Auf viel­fa­chen Wunsch füh­ren wir den Gras­hüp­fer ein, mit einer ein­fa­chen Auf­ga­be. Der Gras­hüp­fer zieht gera­de und schräg wie die Dame, aller­dings nur, wenn er dabei eine eige­ne oder frem­de Figur (den Bock) über­sprin­gen und auf dem unmit­tel­bar dahin­ter­lie­gen­den Feld lan­den kann. Auf dem Dia­gramm steht der wei­ße Gras­hüp­fer auf b8 und kann man­gels Bock nir­gend­wo­hin ziehen.

Die Auf­ga­be ist von Theo­dor Steu­del (feen­schach 1986). Weiß nimmt einen Zug zurück und setzt dann matt. Ihr könnt also Anlauf neh­men! Ant­wor­ten bit­te als Kommentar.

Kategorien: Schachaufgaben

9 Kommentare

  1. Ich hat­te mir vor­ge­nom­men, nicht eher auf­zu­ste­hen, bis ich das Rät­sel gelöst habe. Die Stel­lung des Gras­hüp­fers auf b8 „riecht“ irgend­wie nach Bau­er­num­wand­lungs­rück­nah­me, da nicht ersicht­lich ist, wie ein Königs­zug matt­set­zen könn­te. Aber woher kam der Bau­er, und in was soll statt des­sen umge­wan­delt wer­den? Die Erleuch­tung: a7 schlägt b8 zurück, statt des­sen a7-a8 wird Gras­hüp­fer und setzt matt, wenn denn der schwar­ze Stein auf b8 nicht auf a8 schla­gen bzw. auf a7 dazwi­schen­zie­hen kann. Da auf b8 kein schwar­zer Bau­er gestan­den haben kann, muss es ein schwar­zer Gras­hüp­fer gewe­sen sein!
    Also: 1.a7 schlägt Gras­hüp­fer b8 und wird Gras­hüp­fer zurück, statt des­sen 1.a7-a8 wird Gras­hüp­fer und matt.
    Läuft das Fuß­ball­spiel noch, und wie steht es?

  2. Oh, 3:0 gewon­nen, prima.

  3. Auf b8 muss auch ein sGras­hüp­fer ent­schla­gen wer­den, da Weiß nur dann gemäß Kon­ven­ti­on das Recht hat, in einen Gras­hüp­fer umzuwandeln.
    Bit­te aber nicht fra­gen, woher sich dann der sGb8 begründet …

  4. Tja, Ste­fan, da war die Auf­ga­be wohl etwas zu einfach :-). 

    @FRi: Die Kon­ven­tio­nen die du ansprichst, heißt das, dass Weiß nur in einen Gras­hüp­fer umwan­deln kann, weil Schwarz auch einen besitzt?

    LOL, ich hab gera­de gemerkt, dass ich mit Strg+U den Quell­text öff­nen, aber lei­der lei­der nicht bear­bei­ten kann :-).

  5. Sor­ry, aber ich habe etwas zu meckern. Da die Dia­go­nal­wir­kung des Gras­hüp­fers nicht genutzt wird, reicht hier ein Turm­hüp­fer aus und wäre zudem noch ökonomischer.

  6. Turm­hüp­fer…? Soll hier etwa durch die Hin­ter­tür des Mär­chen­schachs eine Abart der Xiang­qi-Kano­ne ein­ge­führt werden?

  7. Den „Turm­hüp­fer“ gibt es schon, den Pao. Da hat­ten wir hier vor eini­ger Zeit sogar schon eine Aufgabe.

  8. Turm­hüp­fer ungleich Pao: der Pao ent­spricht der Kano­ne aus dem Xiang­qi, wäh­rend der Turm­hüp­fer dem Gras­hüp­fer ähnelt, nur eben kei­ne Dia­go­nal­wir­kung hat. Heißt: Er zieht hori­zon­tal und ver­ti­kal, benö­tigt aber einen Sprung­bock und lan­det immer direkt hin­ter die­sem. Ein­fa­cher: „Turm­hüp­fer: Wie Gras­hüp­fer, aber nur auf Turm­li­ni­en.“ (Aus Feenschach)

    Die Dia­go­nal­wir­kung des Gras­hüp­fers wird hier nicht benö­tigt. Da man immer die „schwächst­mög­li­che“ Figur aus Ökonomiegründen wäh­len soll­te, soll­te hier mE der Turm­hüp­fer zum Ein­satz kommen.

  9. Ach so, mir war nicht bewusst, dass es tat­säch­lich einen Turm­hüp­fer gibt. Ana­log müss­te der Gras­hüp­fer dann eigent­lich Dame­hüp­fer hei­ßen!? Und stimmt, der Pao/die Kano­ne benö­tigt nur einen Schan­zen­stein beim Schla­gen, nicht beim Zie­hen. Auf die Hams­ter­auf­ga­be wer­den wir wohl noch etwas war­ten müssen…

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