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Hartplatzhelden (20)

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Kategorien: Schachaufgaben

Fairy Tales (16) » « Am Zebrastreifen

11 Kommentare

  1. Aus didak­ti­schen Grün­den muss ich bei die­ser Auf­ga­be kri­tisch anmer­ken, dass hier der Wei­ße sei­nen König bei offe­ner d- und e‑Linie im Zen­trum hat ste­hen las­sen, wäh­rend Schwarz ord­nungs­ge­mäß rochi­ert hat. Nun zie­len zufäl­li­ger­wei­se ein paar wei­ße Stei­ne Rich­tung geg­ne­ri­sche Rocha­de­stel­lung und erzwin­gen den Sieg, aber den Hart­platz­hel­den so einen Auf­bau als Vor­bild zu prä­sen­tie­ren, tss, tss…

  2. Der Kraft­zug ist zu offensichtlich.

  3. Hartplatzheld

    1. Juli 2012 — 09:20

    Aus didak­ti­schen Grün­den hat es aber eben­falls gewis­sen Nut­zen, wenn demons­triert wird, dass man die Sicher­heit des rochi­er­ten Königs nicht außer Acht las­sen sollte.

  4. Stefan

    1. Juli 2012 — 09:25

    Lie­be Didak­ti­ker: Die Auf­ga­be steht hier auch aus ästhe­ti­schen Grün­den. Ist der Zug nicht schön?

  5. Nordlicht_70

    1. Juli 2012 — 09:34

    @ MiBu Rocha­de ist was für Weich­ei­er. :-) Ech­te Hart­platz­hel­den kön­nen auch anders.…

    Wenn ich das rich­tig sehe…
    Drei wei­ße Figu­ren haben bereits die Königs­burg im Visier. Die Vier­te wird die Ent­schei­dung brin­gen. Dafür muss jedoch noch eine Bre­sche in die Königs­stel­lung geschla­gen werden.….
    Bei best­mög­li­cher Ver­tei­di­gung sehe ich kein Matt. Die Stel­lung dürf­te aber gewon­nen sein.

  6. Werner Berger

    1. Juli 2012 — 11:06

    Das Dia­gramm sieht aus wie aus einem alten Sportverlagsbuch …

  7. Hartplatzheld

    1. Juli 2012 — 12:34

    Aus didak­ti­schen Grün­den ist es natür­lich auch lobens­wert zu zei­gen, dass a) man nicht auto­ma­tisch rochie­ren soll­te (hät­te Weiß lang rochi­ert statt Th3 zu zie­hen, gin­ge die gan­ze Kom­bi­na­ti­on nicht) und b) es sich gele­gent­lich lohnt, eine Figur auf ein gedeck­tes Feld zu stellen.

  8. @Werner Ber­ger: Ja, ich bin ganz ver­liebt in den Stil. Nach Ver­lust von Chess­ba­se muss ich ein biss­chen improvisieren…

  9. Nordlicht_70

    2. Juli 2012 — 09:57

    Ok, wenn kei­ner will, pro­bie­re ich es mal.

    Bei dem Druck auf den Königs­flü­gel such­te ich gleich nach einem Matt. Daher fiel mir auch recht schnell der Zug Dh6! auf. Geschla­gen wer­den darf nicht, weil sonst Tg3 nebst matt folgt. Jetzt droht Matt auf h7 und g7. f5 ist für Schwarz übri­gens kei­ne Abweh­mög­lich­keit, weil jetzt Lc4+! mit anschlie­ßen­dem Matt folgt. Die Dame darf ja nicht neh­men. (Dafür habe ich übri­gens lan­ge gebraucht, um das zu sehen.) f6 scheint spiel­bar, es hebt zumin­dest alle Matt­dro­hun­gen auf. Ich wür­de jetzt Lh7+ spie­len. Die Idee dahin­ter: Da ich kein Matt sehe, trei­be ich den schwar­zen König Rich­tung Damen­flü­gel. Irgend­wann errei­che ich eine Stel­lung, wo ich Lxd6 machen kann. Wenn Schwarz die Figur zurück­nimmt, ste­hen auf der d‑Linie K+D und mit Td1 wird die schwar­ze Dame extrahiert. 

    Also: 1.Dh6! f6 2.Lh7+ Kf7 3.Dxh5+ Ke7 4.Lxd6+ und egal wie Schwarz nimmt, machen die bei­den Tür­me auf der e- und d‑Linie das Rennen.

    Ob das alles so funk­tio­niert, wür­de ich als Hart­platz­held am Brett ein­fach mal ausprobieren. :-)

  10. Hartplatzheld

    2. Juli 2012 — 10:19

    Nach 1…f6 wird die Sache sicher­lich neben­lö­sig, auch 2.Dh7+ Kf7 3.Lxd6 sieht über­zeu­gend aus. Nach 3…Dxd6 ent­schei­det 4.Te3, wenn Schwarz zunächst ein Turm­schach gibt, folgt 4.Kf1 nebst Lg6+.

    Eine didak­tisch beson­ders wert­vol­le Bespre­chung der Par­tie gab es übri­gens vor gut vier Jah­ren in der Nach­bar­schaft.

  11. Naja, aber wo es in der Nach­bar­schaft endet, fängt es hier erst an ;-)

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