Schachblätter

Fairy Tales (16)

pressburg1

Ihr fragt euch sicher gleich interessiert, was es mit dem Kopfstandkönig auf f5 zu schaffen hat. Das ist ein Pressburger König. Dieser nimmt, sobald ihm Schach geboten wird, die Gangart der schachbietenden Figur ein und behält diese dann bei. Zugleich verliert er die Eigenschaft des Königs.

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Kategorien: Schachaufgaben

Löwen aus Bratislawa = Fairy Tales (17) » « Hartplatzhelden (20)

12 Kommentare

  1. Hartplatzheld

    4. Juli 2012 — 08:43

    Die politisch korrekte Bezeichnung ist doch bestimmt Bratislava-König (und naheliegenderweise setzt dieser nach vorheriger Geschlechtsumwandlung einmal auf g5, einmal auf g4 und einmal auf g3 matt).

  2. Um die Aufgabe zu verstehen: Bedeutet das in a), dass die Lösung
    1.c1D h4 2.Dg5 Kxg5# ist?
    Das ist insofern verwirrend, als dass ich mich frage, wie Weiß nach Verlust der königlichen Eigenschaft des Königs noch verlieren kann. Durch Schlag all seiner Figuren?

  3. Und wieso hat der Schwarze nicht ebenfalls einen solchen Pressburger König?

  4. Stefan

    4. Juli 2012 — 12:00

    Weiß soll ja gar nicht verlieren, insofern könnte man vielleicht auch a) 1.c1D h4 2.Dg5+ (wK=wD) Dxg5# schreiben ;-) Ich weiß aber nicht, wie die szenetypische Schreibweise ist…

    @GH Kann man einen Pressburger König überhaupt mattsetzen?

  5. Vor allem: Wie zieht ein Pressburger König, wenn er im Doppelschach steht?

  6. wKc6, Bb6, sKa8 Ba7. 1.b7 ist matt, wenn der sK ein Bratislava-lover ist.

  7. Kann man einen schwarzen Bauern auf a8 mattsetzen? Das berührt schon schachphilosophische Fragen…

    @HL Ich schätze, da gibt es Typ A und Typ B des Presskönigs, notfalls müssen wir das noch näher ausarbeiten ;-)

  8. @MiBu: Das stimmt nicht. Durch das Schachgebot verliert der Pressburger König ja seine königliche Eigenschaft.
    Es gibt so etwas ähnliches: Der transmutierende König. Der zieht wie ein König und nur, wenn er im Schach steht, zieht er für diesen einen Zug wie die schachbietende Figur. Außerdem verliert er nie seine königliche Eigenschaft. In diesem Fall hättest Du auch mit Deinem Beispiel recht.

  9. Sehe ich das richtig, daß mit wKa6, wBb6 / sKa8, sDb8 Weiß in einem Zug mattsetzen kann, falls er einen Pressburger König besitzt?

    @HL: Deine Frage möchte ich gern mit einem kleinen Problem beantworten:
    W: Kf6 (Pressburger König)
    S: Kh8, Lc1, Sf3
    Hilfsmatt in zwei Zügen.

  10. @losso: Dann stimmte aber die Definition (»nimmt die Gangart der schachbietenden Figur an«) nicht bzw. war unvollständig, es war kein Hinweis dabei, dass dabei gleichzeitig die Republik ausgerufen wird.

    Die Lösungen b) und c) sollten IMHO mit 1.Kh4 bzw. 1.Kh3 beginnen.

  11. *Fingerzeig*

    Zugleich verliert er die Eigenschaft des Königs.

    Damit ist im Problemschach meines Wissens immer die Eigenschaft gemeint, matt gesetzt werden zu können. Insofern ist es nicht unvollständig, sondern es heißt: Eins weiter lesen!

  12. Auch wieder wahr… Vor allem haben die Lösungen natürlich das Problem, dass Transe g5/g4/g3 unmöglich wäre, wenn er/sie/es noch etwas K wäre. »Eigenschaft« bezieht sich dann wohl auch auf die Möglichkeit, sich dem gegnerischen K zu nähern.
    Dieses Märchenschach ist manchmal wirklich vertrackt, wobei sich hier noch die Zusatzfrage stellt, wie man eigentlich gewinnen kann, wenn man keinen K mehr hat…?!

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