Hippodromen (3)

hillarpperssonnyback
r7/7P/4k3/7R/2r5/4BPK1/p7/8 w – – 0 73

Der heimliche Held dieser Seite, Tiger Hillarp Persson, musste beim Sigeman-Turnier von Malmö nach einer Doppelnull mächtig rudern, um nicht vollkommen unterzugehen. In der 3. Runde kämpfte er eine lange Weißpartie gegen Tomi Nybäck und hier gelang es ihm schließlich ins Remis zu entkommen.

Wie? Antworten bitte als Kommentar.

4 Gedanken zu „Hippodromen (3)“

  1. Mein Vorschlag wäre Ta5.
    a) a1D Txa1 und Ta4 Txa4 kommen gar nicht in Betracht.
    b) Tcc8 geht auch nicht, kann mit Txa8 nebst Ld4 beantwortet werden.
    c) Also verbleibt Txa5. Weiß zieht h8D und auf a1D gewinnt Dg8+ den Tc4. Da der Le3 g1 und g5 deckt und auf De1+ nach f2 ziehen kann, sehe ich keine durchschlagende Fortsetzung für Schwarz an dieser Stelle, das heißt nach sK beliebig Dxc4.

  2. Variante (c) ist offenbar die richtige, jedoch mit einer teuflischen Feinheit: In der Computeranalyse sah ich staunenden Auges, daß Weiß nach 75.Dg8+ Kf6 aus taktischen Gründen NICHT 76.Dxc4 spielen darf: 76…De1+, und auf beispielsweise 77.Kf4 (um den Le3 zu decken) folgt Dh4 matt! Nur als prägnanteste Illustration; die weißen Alternativen im 77. Zug scheinen alle klar zu verlieren. Mit dem sK auf f6 scheitert 77.Lf2 an 77…Tg5+ usw.

    Aber anscheinend kann Weiß statt dessen im 76.Zug erfolgreich auf Dauerschach spielen, 76.Dd8+ usw. Ich gebe zu, daß ich das aber nicht bis zum “Beweis” ausgelotet habe.

    Nach 75…Kd6 hingegen wäre Dxc4 möglich, weil in der Lf2-Variante dann später 77…Tg5+ nicht gewinnt, da 78.Kh4 den dann ungedeckten Turm angreift (das ginge mit sKf6 wegen Dh1 matt überhaupt nicht).

  3. Ich hatte diese Partiephase live verfolgt und war nach 73.Ta5! Txa5 74.h8D a1D 75.Dg8+ Kf6 sehr überrascht, dass Weiß den Turm nicht nahm. Für einen Moment glaubte ich, er wolle auf Gewinn spielen. In der Partie folgte 76.Df8+ Ke5 77.De7+ Kf5 78.Df7+ Ke5 79.De7+ und remis. Am Brett muss das Dauerschach gegen zwei Mehrtürme schwer zu sehen sein. PBs Varianten sind richtig.

    PS: Die ganze Partie ist hier.

  4. Ohje, ich fürchte, ich hätte die Partie nach 75. – Kf6 (!) vor Schreck aufgegeben! (Oder durch ein paar Racheschachs remisiert??) Dass da noch eine Pointe war, war mir natürlich entganen. Also nicht die gelegentlich zitierte Suchtiefe zero, aber auch nicht viel besser.
    Jetzt stellt sich nur die Frage, ob THP in der Ausgangsstellung vor Ta5 schon das Remis gesehen hat, oder den Zug nur mangels Alternativen ausgeführt hat! Hat er nach Kf6 gestutzt und erst mal nicht gezogen oder sofort das Schach entkorkt?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.