Schachblätter

Klumpatsch (1)

cluster1

Auf vielfachen Wunsch ein Illegal Cluster. Bei diesem retro-verwandten Aufgabentyp geht es darum, durch Hinzufügen von Material ein illegale Stellung zu erzeugen (also eine Stellung, die legal nicht aus der Ausgangsstellung erreicht werden kann), die, und das ist der Witz, durch Entfernen einer beliebigen Figur mit Ausnahme der Könige legal wird. Wir üben mal mit einem einfachen Beispiel (Hans Gruber, Die Schwalbe 1979):

Ergänze sieben weiße Bauern zu einem Illegal Cluster! Antworten bitte als Kommentar.

Kategorien: Schachaufgaben

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22 Kommentare

  1. Wenn ich die Regeln richtig verstanden habe, dürften Ba2, b2 …, g2 die Aufgabe lösen, da es dann kein Entkommen für den wK gegeben haben kann, schließlich kann auch der Lf1 dann nicht gezogen haben. Nehme ich einen weißen Stein weg, öffnet sich damit an der entsprechenden Stelle der Weg ins Freie und die Stellung ist (wird?) legal.

  2. Nordlicht_70

    5. Juli 2010 — 12:45

    Wenn ich die Aufgabenstellung richtig interpretiere, muss nach dem Entfernen einer beliebigen Figur die Stellung legal sein. Wenn ich bei deinem Beispiel den Ba2 entferne, ist die Stellung doch immer noch illegal?

  3. Warum? Ke1-d1-c1-b1-a2-b3-c3-d3-e3-f3 geht doch, oder nicht?

  4. Werner Berger

    5. Juli 2010 — 15:04

    Tja, so ist das.
    Obwohl man bei der Überschrift »Klumpatsch« wohl eher an eine illegale Bauernstellung mit Doppel- oder Tripelbauer und unzulässig vielen Schlagzügen denken sollte?!

  5. Ist ja nur zum Üben. Ein echter Haufen kommt evtl. erst bei »Klumpatsch(5)« oder so.
    Ach ja, zum Üben stelle ich jetzt auch noch eine Aufgabe in der Hoffnung, dass die Lösung eindeutig ist: wKf1, sKh2. Füge drei wB hinzu mit der gleichen Bedingung.

  6. Ich muss dabei zum Beispiel an den Riesen Glombatsch aus Bi-Ba-Bombatsch denken.

    @MiBu: Ist (glaube ich) unlösbar. Der sK kann doch immer über die erste Reihe reinmarschiert sein, egal, wo die Bauern stehen. Mit einem wLf1 dagegen funktioniert es.

  7. @Stefan: Ich halte dagegen und wette um ein »Tönnchen Kappes«, wie man im Rheinland sagt. Die Lösung ist m.E. ganz einfach oder ganz schwer, weil … (das erkläre ich lieber später, damit man noch drank knabbern kann!)

  8. @MiBu a2,b2,a3 – den sKh2 braucht man nur, um die Nebenlösung g2,h2,h3 auszuschalten.

  9. @rz: Genau so hatte ich es mir gedacht. Und ich glaube, dass Stefan an der »Schere im Kopf« vulgo Schablone gescheitert ist, die so eklatant partiewidrige Aufstellungen nicht zulässt. Die Begründung für den Kh2 hast Du ja auch schon geliefert. Das Motiv habe ich aber nicht erfunden, sondern irgendwo abgekupfert, weiß aber nicht mehr, wo ich das gesehen habe.

  10. Stefan

    5. Juli 2010 — 20:53

    Hhm, ärgerlich, dass ich darauf nicht gekommen bin, auch wenn diese Aufgabe es wohl nicht ins FIDE-Album schaffen wird…

  11. Ja sicher, war ja nur eine Übungsaufgabe zwecks Vertiefung der Regelfestigkeit. Das Niveau von »Klumpatsch(2)« darf ruhig höher sein … (Kann ja auch gar nicht anders, denn niedriger geht wohl kaum). Zudem habe ich mich ein einziges Mal als Komponist versucht, habe mir um die zehn Stunden Frust eingehandelt (verteilt auf mehrere Tage) und überlasse derlei Ambitionen jetzt SHL aka Losso.
    Ich erlaube mir allerdings die Anmerkung, dass die Aufgabe von SF Gruber jetzt auch nicht gerade preiswürdig war, noch nicht mal eine »Ehrende Erwähnung« wert! (Oder ein »Lob«? Ich weiß bei den Problemisten nie genau, was da eigentlich »mehr« ist.)

  12. »Klumpatsch (2)« lässt auf sich warten. Ich erfahre gerade, dass die Schachblätter den gebuchten Serverplatz mehr als ausgenutzt haben. Deshalb kann ich momentan keine Bilder hochladen.…

    Selbst ein Problem zu entwerfen, ist für mich vollkommen undenkbar. Keinerlei Phantasie mehr. Zwanzig Jahre Juristerei haben tiefe Spuren hinterlassen.

  13. @MiBu: Die allgemein übliche Rangfolge in Problemturnieren ist Preis – Ehrende Erwähnung – Lob. Manchmal werden auch einfach Plätze vergeben.
    Und zehn Stunden Frust sind jetzt nicht unbedingt so viel, wenn ich so auf meine Problemschachbeschäftigungszeiten zurückdenke – da geht bestimmt noch was …

  14. @Stefan: Alles faule Ausreden, man vgl. erfolgreiche deutsche Komponisten wie W. Speckmann (Richter am Oberlandesgericht Hamm) oder H. Ahues (studierte Jura). Sicher gibt es noch mehr Rechtsbewahrer unter ihnen, ich weiß es nur nicht.

  15. Werner Berger

    6. Juli 2010 — 10:40

    Ahues hat aber m. W. das Jurastudium nicht zu Ende geführt, sondern statt dessen den Lehrerberuf ergriffen – und als solcher hat man bekanntlich für jeden Nonsens viel Zeit.

  16. Na, wer hat Lust den Preisbericht rauszusuchen? ;o)

    Ich besitze so alte Schwalben nicht.

  17. @FRi: War schon etwas speziell, denn ich hatte vom 100-$-Problem gelesen und in zwei oder drei Stunden eine Schein-Lösung gefunden! Der Haken dabei war, dass ich die Aufgabe nicht vollständig erfasst hatte, es waren nämlich zwei umgewandelte Figuren dabei… Beim Versuch, ohne die auszukommen, hatte ich immer dieses Wechselbad Problem – Problem gelöst – neues, größeres Problem -. neuer Lösungsversuch – wieder anderes, noch schlimmeres Problem etc. -> Brett an die Wand geworfen.

  18. M.W. benötigt die beste Annäherung an die 100$ auch heute noch zwei UW-Figuren. Insofern scheint das schon ein durchaus respektabler Anfang gewesen zu sein.
    Wie wäre es mit folgender Herausforderung: Gesucht wird ein Hilfsmatt in zwei Zügen, bei dem in einer Lösung eine AUW dargestellt wird? Also etwa so 1.sB=T wB=S 2.sB=L wB=D#
    Gibt es übrigens auch noch nicht, und ich glaube, das lässt sich auch so nicht bauen. Schon nur UW in einer Phase sind kompliziert genug …

  19. Problemkomponist zu sein scheint mir gemäßigt masochistische Züge vorauszusetzen. Ich bin lieber Partiespieler, also eher leicht sadistisch veranlagt. (Sind neben Juristen und Mathematikern und so auch Psychologen anwesend, die das bestätigen oder auch widerlegen können…?)
    Nun aber im Ernst: Ich habe in den Schachkuriositäten von Krabbé was von einem Herrn Drumare und seiner Jagd nach der Babson-Task gelesen, ein solches Schicksal wollte ich mir nun wirklich ersparen. War nämlich schon erschreckend, als bei den Geist nicht auslastenden Tätigkeiten wie Duschen oder Autofahren auf der gewohnten Strecke plötzlich wieder vor dem inneren Auge ein sKc7 auftauchte (den es mit a8S zu erlegen galt) sowie ein paar andere Steine.

  20. MiBus IC lässt sich wohl noch erweitern: wKb2,sKe2 – ergänze 4 wBB zu einem Illegal Cluster (falls ich nix übersehen habe).

  21. Du solltest nicht meinen IC erweitern, sondern meinen IQ erhöhen, das wäre eine Maßnahme… Als Lösung schlage ich Bf2g2g3h2 vor.

  22. Das schwebt mir auch als Lösung vor. Ob Problemschach und IQ irgendwie zusammenhängen, weiß ich nicht.

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