Schachblätter

Klumpatsch (2)

cluster2

Wir stei­gern ein wenig den Schwie­rig­keits­grad (wie­der Hans Gru­ber, Die Schwal­be 1982), dem­nächst dann Ille­gal Clus­ter unter Mär­chen­schach­be­din­gun­gen (gibt es über­haupt ille­ga­le Stel­lun­gen im Mär­chen­schach? Hhm). Hier noch ganz prosaisch:

Ergän­ze einen schwar­zen Läu­fer und zwei schwar­ze Bau­ern zu einem Ille­gal Clus­ter! Ant­wor­ten und Fra­gen bit­te als Kommentar.

Kategorien: Schachaufgaben

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10 Kommentare

  1. Ein Denk­an­stoß:
    Weiß hat noch acht Stei­ne. Der Lf1 wur­de auf dem Grund­feld geschla­gen. Es blei­ben also sie­ben ande­re Schlag­fäl­le übrig. Stel­le ich einen sL nach f1, einen sB nach h3 und einen nach g6, so wür­de das die Schlag­fäl­le c5xd4xe3xf2 (und f1L), d7xe6xf5xg4xh3 sowie f7xg6 erfor­dern. Sind zusam­men acht, die Stel­lung ist nicht legal. Neh­me ich einen wei­ßen Stein vom Brett, gewin­ne ich einen zusätz­li­chen Schlag­fall -> legal. Neh­me ich den Lf1 oder einen sB am K‑Flügel weg, ist das auch in Ord­nung. Aber das Ent­fer­nen des Ba6 belässt die Stel­lung ille­gal. Kann also noch nicht die Lösung sein, mal ganz abge­se­hen davon, dass der Bg6 auch auf g5/g4/g3 ste­hen könnte.
    Wer hat eine bes­se­re Idee? (sLf1 scheint mir fast zwin­gend zu sein.)

  2. Ande­re Idee: +sLb7,sBh5,sBh3. Wenn man jetzt noch nach­wei­sen kann, dass außer dem wLf1 noch ein wei­te­rer wei­ßer Stein nicht als Schlag­ob­jekt die­nen konn­te (viel­leicht wegen feh­len­der UW-Mög­lich­kei­ten), hät­te man wenigs­tens den omi­nö­sen Ba6 erschla­gen (ohne ihn geht La6-b7+, sonst muss La8:Xb7+ gesche­hen sein).
    Nach­trag: Man kann – alle Bau­ern­schlä­ge sind auf wei­ßen Fel­dern gesche­hen, somit fällt der wLc1 als Schlag­ob­jekt aus.
    Gelöst?

  3. Dei­ne Erklä­rung ist plau­si­bel, FRi. Aber es ist irgend­wie ent­täu­schend, dass die Stel­lung der 4 wei­ßen Figu­ren am Königs­flü­gel so ziem­lich will­kür­lich ist.

  4. Voll­stän­dig gelöst, erst die Ver­füh­rung und dann die Lösung. Vor­bild­lich! Ãœber die B‑Note kann ich man­gels Sach­kennt­nis nichts sagen.

  5. Super, dann habe ich ges­tern nach einer knap­pen Vier­tel­stun­de Anstar­ren des Dias mit dem Gefühl „Kan­nit­ver­stan“ zumin­dest die Ver­füh­rung und deren Wider­le­gung gefun­den, aber natür­lich nicht die Lösung… Gebe ich mir halt zwei Trost­punk­te von zehn.

  6. Ãœber die B‑Note kann ich man­gels Sach­kennt­nis nichts sagen.

    Wie­so eigent­lich nicht? Wenn selbst Men­schen wie Du, die sich so etwas zumin­dest gele­gent­lich anschau­en und zudem noch gute Nor­mal­schach­spie­ler sind, den Wert, die Schön­heit und die Tie­fe einer sol­chen Auf­ga­be nicht beur­tei­len kön­nen, wie klein muss dann der Per­so­nen­kreis derer sein, die dies über­haupt vermag?

    Also ein gro­bes Urteil traue ich mir inzwi­schen schon zu. Bei­spiel: Als ich mei­ne Ver­wun­de­rung dar­über, wel­che Auf­ga­be das Infor­mal­tur­nier 2008 bei den Zwei­zü­gern gewann, FRi gegen­über zum Aus­druck brach­te, stimm­te die­ser ein.
    Auch wenn Dei­ne Beschei­den­heit sym­pa­thisch wirkt, ist sie nicht immer angebracht.

  7. Stefan

    9. Juli 2010 — 16:19

    Ich traue mir das nicht zu, weil ich ein­fach zu wenig vom Pro­blemschach ver­ste­he. Ich kann nicht ein­schät­zen, wel­che Moti­ve schön, schwie­rig zu bau­en oder aus­ge­latscht sind. Ich weiß nicht genau, ob die bei­den Tür­me und Sprin­ger auch woan­ders ste­hen könn­ten (wahr­schein­lich ja?).

    Das macht die Löser­kom­men­ta­re in der Schwal­be oder der har­mo­nie natür­lich erst recht zu einer unter­halt­sa­men Lektüre!

  8. Gera­de die­se „Unver­bild­etheit“ kann Kom­men­ta­re sehr wert­voll machen – ein­fach „das gefällt mir, weil …“ oder „das gefällt mir nicht, weil …“ legt den Fin­ger mach­mal auf Din­ge, die Viel­ver­ste­her viel­leicht gar nicht mehr sehen. Wenn Du also mal nicht ver­stehst, war­um die­ser oder jener Stein genau dort steht, wo er steht, dann ist die Nach­fra­ge diesbzgl. auf jeden Fall willkommen.

  9. Das macht die Löser­kom­men­ta­re in der Schwal­be oder der har­mo­nie natür­lich erst recht zu einer unter­halt­sa­men Lektüre!

    Einer­seits ja, ande­rer­seits bemü­ßi­gen die sich eines Sprechs (dop­pel­ter Inder, Zilahi mit Umnow, Schno­e­be­len-König, Dom­brow­ski, Römer…), der mich schlicht über­for­dert. Die Schwal­be bringt ja immer ihr klei­nes Mär­chen­schach-Lexi­kon, aber ein Pro­blemschach-ABC, das unter ande­rem oben genann­te Begrif­fe erläu­tert, fehtl.

  10. Das wür­de den Umfang eines Hef­tes kom­plett spren­gen. Ich empfehle:
    „Pro­blemschach – Alpha­be­tisch Ger­ord­ne­te Begriffs­über­sicht – Sid­ler, Werner“
    Zwar schon etwas älter. aber trotz­dem sehr infor­ma­tiv. Gibt es anti­qua­risch u.a. gera­de bei abebooks.de.

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