Halbzeit in Mexiko. Kramnik konnte in der 7. Runde seine Weißpartie gegen den einen halben Punkt vor ihm liegenden Gelfand nicht gewinnen. Aufs Brett kam wieder die Anti-Moskauer-Variante im Halbslawen (6.Lh4), die mit einem Bauernopfer verbunden ist. Weiß kam aus den Verwicklungen mit einem Mehrbauern heraus, der schwarze a‑Bauer ist freilich genug Lebensversicherung für Gelfand. Schwarz spielte hier 33…O‑O-O! Ja, man darf auch im 33. Zug noch rochieren! 34.Da2 f5 Gerade rechtzeitig bringt Gelfand wieder die lange Diagonale zur Geltung. 35.Dxa3 fxe4 36.Dxd6 Txd6 37.fxe4 (37.Lxe5 wäre ein Versuch, die verbundenen Freibauern zu behalten. Nach 37…Td2 38.Ld4 (38.fxe4 Lxe4+ 39.Kg1 Td5 40.Ld4 Txb5) 38…exf3 39.Tf1 Tg2 40.Tf2 Tg5 41.b6 sind die weißen Bauern aber festgelgt und entwertet.) 37…Lxe4+ 38.Kg1 Ld3 39.Lxe5 Tg6+ 40.Kf2 Lxb5 remis.

Gelfand (+2) also weiter mit einem starken Turnier, Kramnik (+1) dahinter bleiben nur noch drei Weißpartien. Anand bezwang Grischuk und zog mit +3 nunmehr allein an die Spitze. Mal sehen, wie lange das Turnier spannend bleibt. Der Inder als Weltmeister und ein Match Anand-Kramnik? Nicht die schlechtesten Aussichten.