9 Kommentare

  1. Hartplatzheld

    24. März 2013 — 18:30

    Die Ãœber­schrift schreit ja gera­de­zu nach dem Kom­men­tar »Mailand oder Madrid – Haupt­sa­che Italien« :-)

  2. Damen, Jugend‑, Senio­ren- und Rating­prei­se sind mir ja geläu­fig, aber Son­der­prei­se für Nicht-Asia­ten bei einer Euro­pa­meis­ter­schaft, das klingt schon ein biss­chen absurd…

  3. Das ver­stößt sicher­lich gegen euro­päi­sches Recht, die getrenn­te Wer­tung für Lang­na­sen ist aber bei inter­na­tio­na­len Wett­kämp­fen weit­hin üblich. Zwi­schen den Nati­ve-Spie­lern und den ange­lern­ten West­lern lie­gen ein­fach Wel­ten. Auch in Euro­pa sind die stärks­ten Spie­ler Exil-Chi­ne­sen oder ‑Viet­na­me­sen.

  4. Nach wel­chem Kri­te­ri­um wird bestimmt, wer Asia­te ist? Staats­bür­ger­schaft der Eltern oder der Großeltern?

  5. Ich weiß es nicht genau, neh­me aber an, dass es um die eth­ni­sche Her­kunft geht.

  6. Ist »ethnische Her­kunft« ein ande­res Wort für Rassismus ?

  7. Stefan

    2. April 2013 — 19:22

    Nein, ich den­ke nicht. Ich erle­be die Xiang­qi-Sze­ne eher als etwas Tole­ran­tes und Verbindendes.

  8. Rich­ti­ger wäre »Non-Chinese/Non-Vietnamese«, denn auch zahl­rei­che ande­re Asia­ten wie z.B. aus Japan, Indo­ne­si­en oder Myan­mar zäh­len bei der WM unter die NCNV-Wer­tung. Es han­delt sich sicher­lich nicht um Ras­sis­mus, son­dern will viel­mehr einen (zusätz­li­chen) Anreiz für uns »Langnasen« darstellen.

    Eine »richtige« WM bestün­de aus unbe­schränkt vie­len Spie­lern aus Chi­na, zwei aus Viet­nam und viel­leicht noch einem aus­ge­wan­der­ten Chi­ne­sen. Statt­des­sen ist die Anzahl der Teil­neh­mer chi­ne­si­scher oder viet­na­me­si­scher Her­kunft pro Land auf zwei beschränkt, wäh­rend die Anzahl der Lang­na­sen (theo­re­tisch) unbe­schränkt ist.

    Aber auch so hat man als Lang­na­se natür­lich trotz­dem kei­ne Chan­ce auf eine vor­de­re Plat­zie­rung, so dass sich der Anreiz des NCNV-Prei­ses eta­bliert hat. Macht zwar bei einer EM einen komi­schen Ein­druck, hat aber den­sel­ben Hin­ter­grund, wenn man mal auf die Sie­ger­lis­te bei bis­he­ri­gen EMs schaut.

    Ob die Vor­aus­set­zun­gen für die Teil­nah­me an der NCNV-Wer­tung irgend­wo genau fest­ge­legt sind, kann ich nicht sagen, und einer Ãœber­prü­fung in viel­leicht strit­ti­gen Fäl­len habe ich auch noch bei­gewohnt, aber vom Grund­satz her reicht es wohl aus, wenn ein Eltern­teil eth­nisch kein Chi­ne­se oder Viet­na­me­se ist/war.

  9. Unab­hän­gig vom Anreiz eines NCNV-Prei­ses muss die EM die­ses Jahr lei­der ohne mich statt­fin­den. Wenn die Aus­schrei­bung so bleibt. Mit der Bedenk­zeit ohne Inkre­ment könn­te man viel­leicht noch leben, auch wenn es sich mit der Bun­des­li­ga­be­denk­zeit 50 Minu­ten plus 10 Sekun­den Zuschlag viel ent­spann­ter spielt. Nach der letz­ten EM in Ham­burg 2010 woll­ten wir eigent­lich kei­ne Tur­nie­re ohne Zuschlag mehr spie­len. Aber gut, wenn der Ver­an­stal­ter offen­bar auf mit­ge­brach­te Uhren ange­wie­sen ist, kann man natür­lich nicht sicher­stel­len, dass nur Digi­tal­uh­ren genutzt wer­den können.

    Was aber für mich völ­lig jen­seits von Gut und Böse ist, ist die Ãœber­nah­me des FIDE-Unsinns der Null­ka­renz. Die Argu­men­te wur­den sei­ner­zeit an vie­len Stel­len im Netz lang und breit aus­ge­tauscht, so dass ich das hier nicht wie­der­ho­len will. Aber neben vie­len ande­ren Grün­den wer­de ich ganz sicher nach Mai­land fah­ren, um dann mög­li­cher­wei­se eine Par­tie kampf­los zu gewin­nen, weil mein Geg­ner eine Minu­te zu spät am Brett sitzt. Scha­de um den schö­nen Ausflug…

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