Nein, die Schach­göt­tin lächel­te uns am Sonn­tag in Wis­mar nicht zu. Kurz vor der Zeit­kon­trol­le spiel­ten noch Vla­di­mir Dani­l­ov und ich und Wis­mar hat­te schon 3.5 Punk­te. Vla­di­mir stand die gan­ze Par­tie über schlecht und sein Geg­ner Alex­an­der Podol­skiy war ver­hee­rend am Damen­flü­gel ein­ge­bro­chen. Etwa in die­ser Stel­lung ging ich noch­mal rüber und guckte.

danilov
1R1r2k1/5ppp/8/p3P3/5P2/2p2Q1P/q2r2PK/1R6 b – - 0 35

Vla­di­mir hat­te inzwi­schen ein paar Fudel­chan­cen gene­riert und durf­te auf der b‑Linie rein­lau­fen. Die Stel­lung war auf ein­mal nicht mehr tri­vi­al für Schwarz, man beach­te die Grund­li­nie. Und:

35…c2??
Er muss­te ein Luft­loch machen oder wenigs­tens Dc4 spielen.
36.Da8! Dd5
Ich setz­te mich schnell wie­der hin, um selbst die Zeit­kon­trol­le zu schaf­fen. Kur­ze Zeit spä­ter wur­den an Vla­di­mirs Brett die Hän­de geschüt­telt. Aus­gleich, dach­te ich, aber die Wis­ma­ra­ner guck­ten sehr zufrieden.
37.Qxd5??
War 37.Txd8+ Dxd8 38.Tb8 so schwer zu sehen? 38…g6 39.Txd8+ Txd8 (auf 39…Kg7 setzt 40.Rh8 matt, aber 40.Tc8 funk­tio­niert auch) 40.Dxd8+ Kg7 41.Dd2 und Schluss)
37…T2xd5 38.Txd8+ Txd8 39.Tc1 Tc8 40.Kg3 a4
Und Weiß gab auf.