Micro-VAX II

Ich war und bin ein lausiger Schachspieler und hatte schon auf dem Commodore PET 2001 verloren. War es nicht Sargon II, dann gegen ein noch älteres und schlichteres Programm.

Zahlwort gibt mir endlich Gelegenheit, auf dieses mathematische Blog hinzuweisen. Auch wenn ich seine Partie wahrscheinlich doch nicht nachspielen werde. 

Nachsicht

Ach ja: Go und Schach. Schachprogramme schlagen inzwischen 99 Prozent aller Spieler und immer häufiger auch die Weltmeister. Go dagegen, erfunden vor 4200 Jahren von einem chinesischen Kaiser zur Erleuchtung seines Sohns, gespielt heute von etwa 100 Millionen Menschen weltweit, knackt kein Computer. Die stärkste Go-Software spielt auf dem Niveau eines Anfängers. Und das, obwohl das Spiel nur drei einfache Regeln hat, und seine Steine aus Muscheln und Schiefer bestehen. Vielleicht hängt es damit zusammen, dass Go ein Spiel der Anmut und des Ausgleichs ist, der Ãœberheblichkeit, Tücke und Nachsicht. Anmut und Nachsicht, das sind Dinge, die in keinen Haufen von Nullen und Einsen Platz haben.

Maximilian Schönherr am 25.08.2007 im Deutschlandfunk (Danke für den Tipp, Michael). Ein sympathischer Gedanke. Tatsächlich dürfte die relative Schwäche der Go-Programme aber damit zusammenhängen, dass dieses Spiel komplexer als Schach ist und es zudem schwerer fällt, einen Algorithmus für die Stellungsbeurteilung zu programmieren. Daran sind übrigens auch meine Go-Versuche gescheitert – ich weiß einfach nicht, wer besser steht.

Geschichte ohne Pointe

Auf dem Rückflug von Kapstadt saß vor mir auf einem Platz mit Beinfreiheit ein erfahrener Vielflieger, der zu meiner Aufregung kurz nach dem Start einen Schachcomputer aus dem Handgepäck fummelte. Ich wusste gar nicht, dass diese Geräte noch in Gebrauch sind. So ein Kaufhauscomputer, die Züge mussten per Druck auf Start- und Zielfeld eingegeben werden,… Geschichte ohne Pointe weiterlesen