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Es ist schwer vor­stell­bar, dass Det­lef Plü­mer nie wie­der an einem Schach­brett sit­zen wird. Und doch ist es so. Det­lef ist am 31. Dezem­ber 2010 völ­lig über­ra­schend gestorben.

Ich habe zwei­mal gegen Det­lef gespielt. Die ers­te Par­tie war ein hef­ti­ges, schwe­res Match. Die zwei­te spiel­ten wir anläss­lich eines Freund­schafts­kamp­fes, ein freund­li­ches und kür­ze­res Remis. Die Nota­ti­on fin­de ich nicht mehr, aber es gibt ein schö­nes Foto von die­ser Begegnung.

Noch schö­ner war es, gemein­sam mit Det­lef in einer Mann­schaft zu spie­len, nach­dem er in der ver­gan­ge­nen Sai­son zu uns gewech­selt war. Er bestritt, obwohl in Ber­lin woh­nend, seit­dem sämt­li­che Pflicht­spie­le! Det­lef lieb­te das Schach und die Gesel­lig­keit und ich hof­fe sehr, dass es ihm wäh­rend der kur­zen Zeit beim Greifs­wal­der Schach­ver­ein in bei­der Hin­sicht gefal­len hat. Ich ver­mis­se ihn schon jetzt, auf dem Innen­hof unse­res Spiel­lo­kals in der Son­ne sit­zend, die Hän­de vor dem Bauch verschränkt.

Mach’s gut, Det­lef. Du warst ein fei­ner Kerl.

*

Zum klei­nen Geden­ken an einen gro­ßen Men­schen zei­gen wir einen leicht­fü­ßi­gen Sprin­ger-Ritt aus der Par­tie gegen Björn Röber (2. Bun­des­li­ga, 2004). Det­lef spiel­te damals noch für sei­nen Hei­mat­ver­ein SC Kreuzberg. 

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29… Se3+! 30.Kf2
30.Dxe3 Dc2+ 31.Sf2 Dxb1
30…Sg4+ 31.Kg2
31.Ke2 De4+ 32.Te3 Sxe3 33.Dxe3 Tc2+
31…Sh2! 32.Kxh2 Dxf3
und spä­ter 0–1