Drei

Herr Mirzam, Herr Wezen und Herr Adhara beschließen, ihren Streit durch ein Pistolentriell zu beenden, bei dem am Ende nur einer überleben wird. Herr Mirzam ist der schlechteste Schütze, er trifft sein Zeil durchschnittlich nur einmal in drei Versuchen. Herr Wezen schießt besser, bei drei Versuchen trifft er zweimal. Herr Adhara ist der beste Schütze, er trifft immer. Um das Triell fairer zu gestalten, darf Herr Mirzam als Erster schießen, danach Herr Wezen (wenn er noch lebt), dann Herr Adhara (wenn er noch lebt). Schließlich beginnt das Ganze von vorn, bis nur noch einer von ihnen am Leben ist.

Auf wen sollte Herr Mirzam beim ersten Mal schießen?

(Ich verrate später, was das mit Schach zu tun hat)

Bauernendspiele (Teil 7)

Hier ein weiteres Beispiel zum Thema der Gegenfelder. Weiß am Zug gewinnt mit 1.Kd4! 1.Kc5 führt dagegen zu nichts: 1…Kc7 Schwarz hat das Feld b6 unter Kontrolle 2.Kd5 Kc8!. 1.Kd6 bringt ebenfalls keinen Erfolg: 1…Kd8 Opposition 2.c7+ Kc8 3.Kc6 Patt. Es ergeben sich folgende Gegenfelder: c5 und c7, d6 und d8, d5 und c8. Wenn der weiße König auf c4 steht, muss der schwarze auf b8 oder d8 sein. Bei einem weißen König auf d4 ebenfalls – Weiß muss also nur einen Abwartezug zwischen c4 und d4 machen und den schwarzen König auf das falsche Feld bringen. (1.Kc4 funktioniert auf dieselbe Weise: 1…Kd8 2.Kd4 Kc8 3.Kd5 ) 1…Kd8 2.Kc4! Kc8 Auf 2…Kc7 kommt einfach 3.Kc5 und der weiße König gelangt nach b6. 3.Kd5! Die Ausgangsstellung ist erneut erreicht, aber mit Schwarz am Zug. 3…Kc7 3…Kd8 4.Kd6 und Weiß stellt die Opposition her 4…Kc8 5.c7 Kb7 6.Kd7 4.Kc5 und gewinnt. Das Manöver d4-c4-d5 nennt man Dreiecksverfahren.