Bauernendspiele (Teil 7)

Hier ein weiteres Beispiel zum Thema der Gegenfelder. Weiß am Zug gewinnt mit 1.Kd4! 1.Kc5 führt dagegen zu nichts: 1…Kc7 Schwarz hat das Feld b6 unter Kontrolle 2.Kd5 Kc8!. 1.Kd6 bringt ebenfalls keinen Erfolg: 1…Kd8 Opposition 2.c7+ Kc8 3.Kc6 Patt. Es ergeben sich folgende Gegenfelder: c5 und c7, d6 und d8, d5 und c8. Wenn der weiße König auf c4 steht, muss der schwarze auf b8 oder d8 sein. Bei einem weißen König auf d4 ebenfalls – Weiß muss also nur einen Abwartezug zwischen c4 und d4 machen und den schwarzen König auf das falsche Feld bringen. (1.Kc4 funktioniert auf dieselbe Weise: 1…Kd8 2.Kd4 Kc8 3.Kd5 ) 1…Kd8 2.Kc4! Kc8 Auf 2…Kc7 kommt einfach 3.Kc5 und der weiße König gelangt nach b6. 3.Kd5! Die Ausgangsstellung ist erneut erreicht, aber mit Schwarz am Zug. 3…Kc7 3…Kd8 4.Kd6 und Weiß stellt die Opposition her 4…Kc8 5.c7 Kb7 6.Kd7 4.Kc5 und gewinnt. Das Manöver d4-c4-d5 nennt man Dreiecksverfahren.

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