Nie­mand bie­tet dafür ein bes­se­res Bei­spiel als die Fünf-Minu­ten-Won­der­wo­man Madon­na. Ich habe in einer Pres­se­da­ten­bank recher­chiert und her­aus­ge­fun­den, dass sie in den letz­ten zehn Jah­ren nach­weis­lich sämt­li­che der fol­gen­den Akti­vi­tä­ten aus­ge­übt hat: Angeln, Cur­ling, Bal­lett, Ashtan­ga Yoga, Stri­cken, Fas­ten, Makro­bio­tik, Hell­se­he­rei, Jog­ging, Biking, Kara­te, Medi­ta­ti­on, Kab­ba­la, Gebets­schnü­re (Schlag­zei­le: „Das schärfs­te Hob­by des Jah­res“), Zigar­ren­rau­chen, Sauer­stoff­the­ra­pie, spi­ri­tu­el­ler Rück­zug, Home­trai­ner, Selbst­gei­ße­lung aus Grün­den der Fit­ness, Eis­lau­fen, Roll­schuh-Dis­co, Park­our, Fake-Les­ben­tum und Schach. Doch nie­mand scheint die­ses chao­ti­sche Hop­ping selt­sam oder sinn­los zu finden.

John Naish: Genug (2008)