Vereinsabend XIV

Als ich gestern zum Schachtraining ging, wartete dort schon eine nette Frau, die uns erforschen wollte. Es handele sich um ADHS und sie wolle unsere Stimmen aufnehmen und es würde nur ein paar Minuten dauern. Sie wollen irgendwie herausbekommen, ob man an der Stimme erkennen kann, ob jemand ADHS hat. Auf die Schachspieler seien sie… Vereinsabend XIV weiterlesen

Null

Paul Watzlawick sagt, es gibt zwei Arten von Spielen: Es gibt Spiele mit Gewinnern und Verlierern, wie Schach oder Mühle; sie heißen Nullsummenspiele, weil das Glück des Gewinners verrechnet mit dem Unglück des Verlierers Null ergibt. Und es gibt Spiele mit nur Gewinnern, wie Puzzle spielen, Theater spielen, gemeinsam einen Hang herunter rollen; sie heißen Nicht-Nullsummenspiele, weil die Glücksbilanz ungleich Null, und meistens positiv ist.

Hyps über glückliche und unglückliche Spiele. Kommt mir wie Laienpsychologie vor, führt aber trotzdem zu der interessanten Frage, was das Schach so abschreckend macht. Wird gemeinhin ja dahingehend beantwortet, dass auch der Verlierer zu einer schönen Partie durch seine Züge beigetragen hat.

Psychopath

Der Psychopath sieht alles als ein Spiel, das gewonnen werden muss, immer! Man kann einen Psychopathen mit einem Schachcomputer vergleichen. Dieser rechnet schnell jeden möglichen Zug und Gegenzug durch, vielleicht in drei Richtungen. Jedes Ergebnis bekommt eine Punktbewertung und dann wählt der Rechner den Zug aus, der ganz am Schluss am günstigsten ist. Gibt es zwei fast gleichwertige Züge, aber einer ist bloß ein Promille besser bewertet, wird dieser Zug gewählt. Das ist genau die Art, wie sich der Psychopath gegenüber anderen verhält, in jeder Situation, in jedem Augenblick, im Kontakt mit jedem Menschen.

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