Schachblätter

Psychopath

Der Psy­cho­path sieht alles als ein Spiel, das gewon­nen wer­den muss, immer! Man kann einen Psy­cho­pa­then mit einem Schach­com­pu­ter ver­glei­chen. Die­ser rech­net schnell jeden mög­li­chen Zug und Gegen­zug durch, viel­leicht in drei Rich­tun­gen. Jedes Ergeb­nis bekommt eine Punkt­be­wer­tung und dann wählt der Rech­ner den Zug aus, der ganz am Schluss am güns­tigs­ten ist. Gibt es zwei fast gleich­wer­ti­ge Züge, aber einer ist bloß ein Pro­mil­le bes­ser bewer­tet, wird die­ser Zug gewählt. Das ist genau die Art, wie sich der Psy­cho­path gegen­über ande­ren ver­hält, in jeder Situa­ti­on, in jedem Augen­blick, im Kon­takt mit jedem Menschen.

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4 Kommentare

  1. Wie so häu­fig bei sol­chen Ver­glei­chen, hin­ken die­se an allen Enden, so dass die Absicht den Bach run­ter­geht, um als­bald im Nir­va­na zu ver­sin­ken. Kurz: Der Text ist genau­so rich­tig wie das Bild im letz­ten Bild gut ist.

    (Schul­meis­te­rei Anfang) Psy­cho­pa­then sehen die Welt nicht als Spiel. Und erst recht kal­ku­lie­ren sie nicht sämt­li­che Optio­nen, die sie dann auch gewich­ten. (Schul­meis­te­rei Ende)

    Lei­der konn­te ich den Rest des Tex­tes nicht ver­ste­hen, dann hät­te mein ange­bo­re­ner Hang zum Kri­ti­kas­tern sich noch mehr aus­le­ben können.

  2. Der Begriff „Psy­cho­path“ kommt mir bei man­chen Schach­geg­nern in den Sinn, die im nor­ma­len Leben viel­leicht die net­tes­ten, freund­lichs­ten Leu­te sind. Das soll man ja nie ver­ges­sen. :-D

    Und zwar: Spie­ler, die auf FICS weni­ger als 3% Remis­quo­te haben.

    Man­che neh­men unter gar kei­nen Umstän­den Remis an: Wenn die Stel­lung unklar ist, völ­lig gleich oder auch klar schlech­ter ist, und/oder sie hun­der­te Rating­punk­te schwä­cher als ich sind. Ich hat­te schon Geg­ner, die einen Zug vor dem Matt noch kein Remis annah­men (da bot ich es vor Ärger schon „ent­ge­gen der Logik“ an, nur um die­ses pene­tran­te Remis­ver­wei­gern anzu­pran­gern). Deren ~3% Remis resul­tie­ren offen­sicht­lich aus Dau­er­schachs, Patts oder unzu­rei­chen­dem Mate­ri­al, kei­nes­falls auf frei­wil­li­ger Entscheidung.

    Ver­mut­lich haben die­se Spie­ler ein Küchen-Schneid­brett und eine Axt neben dem Com­pu­ter bereit­ge­legt, um sich sich not­falls lie­ber einen Fin­ger abzu­ha­ken, statt ein Remis anzu­neh­men, wenn es schon gar nicht mehr anders geht. Sie zie­hen jeder­zeit eine Nie­der­la­ge dem Remis vor.

    Viel­leicht bin ich in dem Punkt sel­ber ein Psy­cho­path, weil mich das immer wie­der so sehr ärgert. Bin aber im nor­ma­len Leben der net­tes­te, freund­lichs­te Mensch (meis­tens).

  3. zu etez: dito
    zum Bei­trag und zu PB: hm… grü­bel und adjus.

  4. kann ich nichts schlim­mes bei fin­den, wenn leu­te kein remis anneh­men. da ist der kampf­geist noch intakt. die­je­ni­gen, die nie auf­ge­ben, die bis zum ende in den ver­lo­rens­ten posi­tio­nen wei­ter­spie­len und noch auf einen feh­ler des geg­ners hof­fen, haben mich frü­her viel mehr genervt. die haben so was hämi­sches. und steh­len einem wirk­lich die zeit.

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