The Diemer Files

Mar­ko Pitz 1450
Eck­hardt Suli­ga 1610
22. Neu­bran­den­burg Open Grup­pe B, 16.02.2013

1.d4

Vom ers­ten Zug an auf Matt!

1…Sf6

Schwarz ver­sucht auszuweichen.

2.f3 d5 3.e4

Bäm! Rein­ge­fal­len! Das Black­mar-Die­mer-Gespenst zeigt sich.

3…dxe4 4.Sc3 exf3 5.Sxf3 Lg4

Die wohl­be­kann­te Teichmann-Variante.

6.Lc4

Der Wei­ße weicht sofort von den gewohn­ten Pfa­den ab. 6.h3 wäre der Normalzug.

6…e6 7.O‑O Sc6 8.Le3 Le7 9.Dd2 O‑O 10.Kh1

Super­pro­phy­la­xe, um allen Tricks auf der Dia­go­na­len a7-g1 aus dem Weg zu gehen und die eige­nen Plä­ne nicht aufzudecken.

10…Lb4 11.Ld3

Mit deut­li­chem Blick auf h7 (auf c4 stand der Läu­fer auch eher deplatziert).

11…Sd5 12.Sg5 Sf6

Ein stil­les Remisgebot.

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13.Txf6

Bäm! Bäm! Der Füh­rer der wei­ßen Figu­ren lässt sich natür­lich nicht lan­ge bit­ten. Inzwi­schen bil­de­te sich eine Zuschau­er­trau­be und umring­te den Tisch. An den vor­de­ren Bret­tern wur­den die Uhren ange­hal­ten, damit alle Spit­zen­spie­ler das kom­men­de Spek­ta­kel ver­fol­gen konnten.

13…gxf6 14.Sxh7 Te8 15.Tf1 Lf5

Ein Ver­such, für den Läu­fer irgend­ei­ne Auf­ga­be zu erfinden.

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16.Txf5

Bäm! Bäm! Bäm! Ein dop­pel­tes Qua­li­täts­op­fer! Es bran­de­te Bei­fall auf.

16…exf5 17.Lxf5 Se7

Mög­li­cher­wei­se nicht die aller­stärks­te Verteidigung.

18.Sxf6+ Kh8 19.Ld3

Die Her­an­füh­rung der wei­ßen Dame (was macht die eigent­lich auf d2?) hät­te die Par­tie nach 19.De2

pitz3

a) 19…Sxf5 20.Dh5+ Kg7 21.Dg5+ Kh8 22.Dxf5 Dxf6 23.Dxf6+

b) 19…Kg7 20.Lh6+ Kxh6 (20. … Kh8 21.Dh5 Sxf5 22.Lf8+) 21.Dh5+ Kg7 22.Dh7+

c) 19…Sg6 20.Dh5+ Kg7 21.Lh6+

d) 19…Sg8 20.Dh5+ Kg7 21.Lh6+

stan­des­ge­mäß been­det, aber der wei­ße Spie­ler demons­triert einen nach­hal­ti­gen und lang­fris­ti­ge­ren Plan.

19…Sg6 20.Lg5 Te6 21.Sfe4 Le7 22.Le3

Jetzt wird die Absicht klar: Die wei­ßen Figu­ren gehen zur Mann­schafts­be­spre­chung zurück in die eige­ne Spielhälfte.

22…Dg8

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23.d5

Die lan­ge Dia­go­na­le wird spiel­ent­schei­dend geöffnet.

23…Tb6 24.Ld4+

Qua­li­tä­ten opfern, Qua­li­täts­op­fer ablehnen!

24…f6 25.Sg5

Schwärmt schön aus, aber der Sperr­zug 25.d6 Txd6 26.Sxd6 cxd6 27.Dh6+ Dh7 28.Dxg6 hät­te die Ver­bin­dung des schwar­zen Turms zu f6 unter­bro­chen und zu einem gewon­ne­nen End­spiel geführt.

25…Te8 26.De2 Dg7

26. …Sf4 hät­te in der Art eines Mul­ti­funk­ti­ons­zugs (d3, e2, h5, g5) eini­ge unan­ge­neh­me Fra­gen gestellt. Der Schwar­ze war aber ob des druck- und phan­ta­sie­vol­len wei­ßen Spiels ver­ständ­li­cher­wei­se paralysiert.

27.Dh5+ Kg8 28.Lxg6

Es ist vorbei.

28…Td8 29.Sf7 Tf8 30.Sh6+ Kh8 31.Sf5+

Und unter dem Jubel der Zuschau­er und Spie­ler wur­de der Anzie­hen­de auf den Hän­den aus dem Spiel­lo­kal getragen.

1–0

Kategorien: Local Heroes

3 Kommentare

  1. Ich habe die Par­tie live mit­ver­folgt und gehör­te zu den fre­ne­ti­schen Jub­lern nach dem Abpfiff der Par­tie. Ja, SO wird auf­’m Hart­platz gekämpft. Da muss auch mal die Blut­grät­sche ran. :-)

  2. Ich auch und zwar jede Minute.

  3. Gott Sei Dank nimmt man dafür kei­nen Ein­tritt! Ich war auch live dabei und das war schon ein Hau­en und Stechen…Vor allem, weil bei Weiß die Zeit knapp wur­de (glau­be ich)!

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