Letzt­lich macht es (mir zumin­des­tens) mehr Spaß, gegen Men­schen als gegen Pro­gram­me zu spie­len – an die­sem Punkt unter­schei­den sich west­li­ches und chi­ne­si­sches Schach nicht von­ein­an­der. Die Spiel­mög­lich­kei­ten im Netz sind für Euro­pä­er ohne Kennt­nis asia­ti­scher Spra­chen recht über­sicht­lich. Der mei­nes Wis­sens ein­zi­ge euro­päi­scher Ser­ver, auf dem Nah-Xiang­qi gespielt wer­den kann, ist über die pol­ni­sche Sei­te Kur­nik zu errei­chen – und abso­lut emp­feh­lens­wert. Die Sei­te ist für mei­nen Geschmack sehr schön ein­ge­rich­tet und zu allem Ãœber­fluss mit einer deut­schen Sprach­ein­stel­lung ver­se­hen. Die Funk­tio­na­li­tät ist ein­wand­frei, das Pro­gramm beherrscht alle ein­schlä­gi­gen Regeln (ein­schließ­lich des Ver­bo­tes von Zug­wie­der­ho­lun­gen) und läuft ohne Pro­ble­me. Diens­tags und sams­tags gibt es Tur­nie­re. Man kann mit sei­nem Mit­spie­ler spre­chen, unlieb­sa­me Zeit­ge­nos­sen sper­ren und sich die Par­tieno­ta­ti­on als E‑Mail schi­cken las­sen. Tags­über und abends trifft man vor allem Polen, Fran­zo­sen, Eng­län­der und Deut­sche, mor­gens kön­nen es auch schon mal Japa­ner und Chi­ne­sen sein. Und es gibt jede Men­ge ande­re Brett- und Kar­ten­spie­le. Die Sho­gi-Gemein­de scheint aller­dings noch klei­ner als die Xiang­qi-Sze­ne zu sein.

Nach­trag

Die Sei­te heißt inzwi­schen play­ok, noch immer sehr emp­feh­lens­wert für alle mög­li­chen Brett- und Kartenspiele.