Schachblätter

Stress

Es wäre viel­leicht stress­frei­er, ein­fach auf einem ande­ren Ser­ver Schach zu spie­len, wenn man dafür auch noch Geld aus­ge­ben will.

via Stef­fans Schachseiten

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11 Kommentare

  1. Es gilt auch hier die alte Regel: »Friss dei­ne Knack­wurst Skla­v’ und halt dein Maul!«

  2. Obi­ges sind Alter­na­ti­ven wenn man dafür ein­fach kein Geld aus­ge­ben will. :-)

  3. Stefan

    17. Juni 2008 — 16:00

    FICS war auch mei­ne Platt­form, als ich noch Inter­net­blitz gespielt habe. Kann man aber kei­ne Duka­ten oder sonst­was ver­die­nen, es geht mehr um das Spiel.

  4. Eigent­lich fand ich es bei schach.de immer ganz nett…Und so ist es ja bis auf das zu kau­fen­de Pro­gramm auch kostenfrei.…Aber das man da nun nach 7 Zügen raus­flie­gen-Wer kann das ernst­haft festel­len???? Denn bis 7 kann ich bei mei­nen Eröff­nun­gen auch noch zählen!!

  5. Der Betrug besteht eben dar­in, dass der Spie­ler sich die Züge mit Com­pu­ter­hil­fe ange­eig­net hat und nicht aus einem Buch! ;-)

  6. Die mir bekann­ten Online-Blit­zer (und da sind auch rich­tig Gute dabei!) „leben mit dem Risi­ko“; denen ist es letzt­lich egal, wenn der Geg­ner betrügt…
    Ich für mei­nen Teil habe die „übli­chen Ver­däch­ti­gen“ ein­fach mit „igno­rie­ren“ gekenn­zeich­net und neh­me einen ande­ren Geg­ner! Wobei das mein Schach lei­der bis­her auch nicht bes­ser gemacht hat…

  7. Stefan

    19. Juni 2008 — 17:17

    Ich habe ja gene­rel­le Zwei­fel, ob Blitz das Schach ver­bes­sern kann.

  8. …dafür kann es den Stil aber wesent­lich verschlechtern! 

    Im Ernst, es wird zwar selbst von rus­si­schen Trai­nern emp­foh­len, zumin­dest neue Eröff­nun­gen häu­fig zu blit­zen, um sich Pra­xis anzu­eig­nen. Aber selbst die­ser Zweck scheint zwei­fel­haft – ob man sich hier nicht all­zu sche­ma­ti­sche Manö­ver und Tricks einprägt?

    Mei­ne Ent­schei­dung vor ein paar Jah­ren, über­haupt nicht mehr Blitz- oder Schnell­tur­nie­re zu spie­len, war ziem­lich radi­kal – aber noch befin­de ich mich sehr wohl dabei.

    Ãœb­ri­gens scheint es mir, unab­hän­gig von der Per­son HL, kaum prak­ti­ka­bel, mit einem Eng­pass „Sysop-Funk­ti­on“ die Fra­ge „Chea­ter oder nicht?“ effek­tiv zu ent­schei­den – das geht auch mit Com­pu­ter­un­ter­stüt­zung nicht, ein­fach aus Grün­den der Kom­ple­xi­tät. Viel bes­ser klappt dies m.E. über die Com­mu­ni­ty, und es hilft natür­lich, wenn wenigs­tens der finan­zi­el­le Anreiz zum Betrug fehlt.

    Mit den Ent­schei­dun­gen, die ein Sysop fäl­len muss, um das Geschäfts­mo­dell zu hal­ten, kann er sich nur unbe­liebt machen, selbst wenn er diplo­ma­ti­scher vor­ge­hen wür­de. Ãœb­ri­gens miss­fällt mir irgend­wie die Beto­nung der „sie­ben Züge“ – aus dem Zusam­men­hang scheint doch her­vor­zu­ge­hen, dass die Begrün­dung in einer (wie auch immer inter­pre­tier­ten) Vor­ge­schich­te liegt.

    Lus­tig ist natür­lich auch, dass die Fami­lie Bind­rich den Schach­bund qua­si in Sip­pen­haft für die Fir­ma nimmt. Sie kann wahr­schein­lich auch nicht mehr genau unter­schei­den, woher das Natio­nal­mann­schaft-Geld kommt ;-).

  9. Ob Blitz das Schach(-können) ver­bes­sern kann, soll­te ver­mut­lich ganz indi­vi­du­ell gese­hen wer­den. Ein soli­der erfah­re­ner Liga­spie­ler der dar­auf ange­wie­sen ist, sein vol­les Poten­ti­al bei lan­ger Bedenk­zeit zu ent­fal­ten, bei dem kann ich mir vor­stel­len daß ihm Blit­zen nichts nützt (aber wohl auch nicht scha­den sollte?).

    Bei eng begrenz­ter Bedenk­zeit des Geg­ners sind sicher­lich ande­re Din­ge mög­lich und ggfs. erfolg­reich, als bei lan­ger Bedenk­zeit wo sie an den even­tu­ell schwie­ri­gen Wider­le­gun­gen schei­tern. Die­ser Aspekt ist wahr­schein­lich allgemeingültig.

    Als Hob­by­spie­ler (schon lan­ge vor der Inter­net-Zeit), aber kein Ver­eins­spie­ler, habe ich den Ein­druck daß mir Onlineblitz schon genützt hat. Ich hat­te vor­her ein­fach sehr wenig Par­tie­pra­xis gehabt und vor­wie­gend „Tro­cken­übun­gen“ gemacht sozu­sa­gen, Par­tie­stu­di­um usw. Trai­nigs­par­tien gegen die immer über­le­ge­ner wer­den­den Schach­pro­gram­me ver­lo­ren zuneh­mend ihren Reiz, weil die Erfolgs­er­leb­nis­se mehr und mehr aus­blie­ben. Durch Onlineblitz habe ich erst ken­nen­ge­lernt wie es ist, Schach­er­fah­rung durch eine gro­ße Anzahl von – oft aus­sichts­rei­chen – Par­tien zu sammeln.

    Ein ande­rer, indi­vi­du­el­ler Aspekt ist: Ich errei­che schät­zungwei­se – nur als sym­bo­li­sche Zahlen:

    50% mei­nes Poten­zi­als nach 3 Sekun­den (pro Zug)
    80% nach 10 Sekunden
    90% nach (sel­ten auf­ge­wen­de­ten) 30 Sekunden.

    Für die rest­li­chen 10% bräuch­te ich sicher­lich jeweils meh­re­re Minuten.

    Für einen „erns­ten“ Ama­teur oder Pro­fi sind in sei­nen Tur­nie­ren und Mann­schafts­kämp­fen ver­mut­lich die rest­li­chen 10% sei­nes Poten­ti­als ent­schei­dend, die er akti­vie­ren muß um sei­nen – ver­mut­lich meist sehr ähn­lich star­ken – Geg­ner erfolg­reich zu bekämpfen.

    Für mich als Hob­by­spie­ler genü­gen die 50% bis 90% mei­nes eige­nen Kön­nens die ich im Blitz aus­schöp­fe, um unter­halt­sa­me Par­tien und aus­rei­chend Erfol­ge zu bekom­men. Der zusätz­li­che Zeit­auf­wand für 100% stün­de im Miß­ver­hält­nis zum zusätz­li­chen Erfolg, bzw. die­ser wäre ja zwei­fel­haft da die Geg­ner auch mehr Zeit haben. Das erklärt viel­leicht zum Teil wes­halb Blitz­schach sehr popu­lär ist.

    Es könn­te durch­aus sein daß ich bei lan­ger Bedenk­zeit rela­tiv schlech­ter abschnei­de, denn ich bemer­ke im Blitz oft Geg­ner die sich in ein­fa­chen Stel­lun­gen unheim­lich schwer tun, rasch Züge zu finden.

    Wobei ich übri­gens eher „lang­sa­mes Blitz“ spie­le, z.B. 2+8 aber nie 3+0, denn mit Zeit­not kann ich per­sön­lich über­haupt nicht umge­hen. Zeit­kon­trol­len wie 2+8 sind aber erstaun­lich kom­for­ta­bel zu spielen.

  10. Am 17.06. mut­maß­te „Krenn­wurzn“, :„Es wird wie immer einen klei­nen Sturm in diver­sen Foren geben, dann wird die Sache ver­ges­sen und alles wird so blei­ben wie immer!“ Und er/sie/es scheint recht zu behal­ten; letzt­lich liest man bei chess­ba­se, schach­bund usw. nichts, den Sach­ver­halt hat es nie gege­ben, still ruhen alle Seen…Dat ist ein Umgang mit Natio­nal­spie­lern; da guck ich lie­ber Fuß­ball und pat­ze wei­ter vor mich hin!

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