Schachblätter

Goldig

tsume7

Gera­de fällt mir auf, dass wir in die­sem Jahr noch kei­ne Tsu­me-Pra­xis hat­ten. Aller­dings weiß ich auch nicht, ob hier Sho­gi-Spie­ler regel­mä­ßig mit­le­sen. Des­halb vor­sichts­hal­ber eine ein­fa­che­re Aufgabe.

Save the Gold till the end heißt ein bekann­tes Sho­gi-Sprich­wort. Matt in fünf Zügen! Ant­wor­ten bit­te als Kommentar.

Kategorien: Shogi

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11 Kommentare

  1. Ach­tung, hier schreibt ein Sho­gi-Igno­rant! Ich sah zwei Stei­ne neben dem Brett und dach­te zunächst, das sei ein Dia­gramm­feh­ler. Auf einer schnell ergoo­gel­ten Regel­sei­te fand sich dann aber der Hin­weis, dass „geschla­ge­ne“ Stei­ne beim Geg­ner auf die Hand kom­men und als Zug ein­ge­setzt wer­den kön­nen (Ist „Tan­dem“ oder „Ber­li­ner Vie­rer“ in Japan ent­stan­den ;-)?) Da fra­ge ich mich natür­lich, wie sich über­haupt die Zahl der Stei­ne redu­zie­ren kann – beim „Tan­dem“ blei­ben es ja auch immer 64?

  2. Stefan

    7. September 2009 — 13:44

    Kei­ne Figur schei­det end­gül­tig aus dem Spiel aus, jede geschla­ge­ne Figur kann wie­der ein­ge­setzt wer­den (obwohl das in der Pra­xis nicht unbe­dingt voll­stän­dig geschieht). Dadurch bleibt das Brett immer voll. Als End­spiel wird im Sho­gi die Schluss­pha­se bezeich­net, in der die Königs­fes­tung gesprengt und der Matt­an­griff durch­ge­führt wird.

    Durch das Ein­set­zen bekommt es in der Tat etwas Tan­dem-Cha­rak­ter (das wer­den die Sho­gi-Pro­fis nicht gern hören). Es macht das Spiel aber zugleich unglaub­lich dyna­misch und schwer zu berechnen.

    Bei Tsu­me-Auf­ga­ben muss man sich unaus­ge­spro­chen alle rest­li­chen Figu­ren bei Weiß („oben“) auf die Hand den­ken. Und der schwar­ze General/König fehlt einfach.

    PS: Was ist ein Ber­li­ner Vie­rer?

  3. Durch das Ein­set­zen bekommt es in der Tat etwas Tan­dem-Cha­rak­ter (das wer­den die Sho­gi-Pro­fis nicht gern hören).

    Zwei Aspek­te:
    1. Es ähnelt damit eher dem Cra­zy­house
    2. Wie­so soll­te man das nicht hören wol­len? Trotz des Zockerimages ist Tan­dem vor allem erst ein­mal eine Schach­va­ri­an­te mit einer sehr hohen Kom­ple­xi­tät und je nach Regel­aus­le­gung ist es sehr tak­tisch oder eher strategisch.

  4. „Ber­li­ner Vie­rer“ und „Tan­dem“ ist das­sel­be. Für die­se Spiel­art gibt es regio­nal unter­schied­li­che Bezeich­nun­gen. Ich glau­be aber, das es hier auch das Phä­no­men gibt, dass man im Ber­li­ner Raum (und dar­über hin­aus) die­sen Begriff gar nicht ver­wen­det, so wie etwa bei uns ein mit Mar­me­la­de gefüll­tes und in Schmalz aus­ge­ba­cke­nes Gebäck „Ber­li­ner“ heißt, in Ber­lin sel­ber aber „Krap­fen“. [Ãœb­ri­gens ist für „Tan­dem“ im Rhein­land auch die Bezeich­nung „Hol­län­disch“ bekannt, wenn auch auf dem Rück­zug befind­lich, die habe ich aber mit Absicht weg­ge­las­sen, um nicht noch mehr zu verwirren.]

  5. Ein Nach­trag noch: Beim West-Schach ist ja der Remisaus­gang bekannt­lich seit Jahr­zehn­ten ein Dis­kus­si­ons­punkt mit zahl­rei­chen Aspek­ten, sei­en es Eröff­nungs­va­ri­an­ten bis zum 40.Zug, Sofia-Regeln, Schluss­run­den eines Opens mit schnell ver­wais­ten Spit­zen­bret­tern usw. Kann es sein, dass bei Sho­gi die Remis­quo­te auf­grund des immer vor­han­de­nen Mate­ri­als und des ver­mut­lich rela­tiv tak­tisch beton­ten Cha­rak­ters sehr viel nied­ri­ger ist?

  6. Stefan

    7. September 2009 — 16:59

    Die Remis-Quo­te liegt wohl bei etwa einem Pro­zent, unter Ama­teu­ren dürf­te sie nahe Null sein. Einer wird immer matt, oft geht es dar­um, wer schnel­ler ist.

  7. Back to topic: Will nie­mand auf­lö­sen? ich habe es (glau­be ich) gera­de herausbekommen.

  8. Back to ‚Ber­li­ner‘ (sor­ry, Ste­fan, ich ken­ne mich mit Sho­gi lei­der über­haupt nicht aus; aber ‚Tan­demschach‘ weck­te nost­al­gi­sche Erin­ne­run­gen an frü­he­res Abschal­ten nach Tur­nier­par­tien – hoher Spaß­fak­tor und wegen der über­ra­schen­den Stel­lungs­bil­der ein guter Ãœbungs­ef­fekt – eigent­lich merk­wür­dig, dass das von den Ãœbungs­lei­tern oft nicht gern gese­hen wur­de): ‚Ber­li­ner‘ hei­ßen im Ber­li­ner Sprach­ge­brauch m.E. aus­schließ­lich Pfann­ku­chen (‚Pfann­ku­chen‘ wie­der­um hei­ßen Eier­ku­chen). Die nicht mit Mar­me­la­de gefüll­ten ‚Krap­fen‘ wur­den (oder wer­den noch?) ‚Kame­ru­ner‘ genannt.

  9. Stefan

    9. September 2009 — 08:29

    In Greifs­wald heißt es auch Pfann­ku­chen und Eier­ku­chen. Man sieht viel­leicht die his­to­ri­sche Ver­bin­dung zwi­schen Pom­mern und Preußen?

  10. 1.N*8d

    A) 2.Gx8d 3.G*8b#
    B) 2.K‑8a 3.N‑9c (kei­ne Umwandlung)
    B1) 4.Lx9c 5.G*9b#
    B2)4.Gx9c 5.G*8b#

    Sooo ein­fach war es nicht für mich. A war ein­fach zu sehen, B schon ziem­lich schwer.

  11. Stefan

    9. September 2009 — 15:16

    Das waren auch mei­ne Vari­an­ten, beson­ders schön fin­de ich die her­aus­ge­lock­te Lan­ze, in deren Rücken der Gold auf 9b matt setzt. Dan­ke fürs Mit­ma­chen, dann muss ich die Sho­gi-Rubrik nicht ein­schla­fen lassen.

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