Ausweg

Mal wieder eine Endspielaufgabe. Ich weiß nicht, ob diese Stellung nicht ohnehin remis ist. Weiß kann jedenfalls nur Fortschritte machen, wenn er mit seinem König den schwarzen b‑Bauern attackiert. Der Schwarze fand einen höchst amüsanten Ausweg, der diesen Plan dauerhaft verhinderte. Aber jetzt habe ich wohl schon zu viel verraten (Kozul-Zaja, Pula 1997).

Schwarz am Zug hält remis. Antworten bitte wie immer als Kommentar.

2 Kommentare

  1. Das Schlüsselwort ist „amüsant“: Wo gehört ein Springer auf (fast) keinen Fall hin? Genau!

    Also 1.…Sd2 mit zielstrebigem Drang in die Ecke. Auf 2. Lc5 einfach Sc4 zurück, der Einschub von 2. Le5 Ke7 sollte auch nicht helfen, und auf den normalen Königsmarsch 2. Ke5 zum b‑Bauern verwirklicht sich die Idee: 2.…Sb3 3. Kd5 Sa1! nebst b3 und der bauer ist dauerhaft gedeckt – a1 und b3 sind nicht gleichzeitig vom wK angreifbar, und der Läufer hat überhaupt keine Ziele auf dem Brett. Kf7 kann nicht vertrieben werden, da Schwarz die Abwartezüge Sa1-c2-a1 hat.

  2. Sehr hübsch, oder? Zaja spielte 1…Sa5, aber das dürfte keinen Unterschied machen. Es gehört schon eine Menge Phantasie dazu, das in einer praktischen Partie zu finden.

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