6 Gedanken zu „Beim Durchblättern alter Schachzeitungen (4)“

  1. Ich sehe ein Patt am Horizont aufblinken… Die Hauptvariante ist:
    1.d6+ Kxd6 2.f7 Ke7 3.Kg7 Lc3+ 4.f6+ Lxf6+ 5.Kg8 Sd7 6.f8D+ Sxf8.

  2. Nicht die Aufgaben sind zu einfach, die Leserschaft ist zu gebildet!
    BTW @ElNino: Warum hast du eigentlich nicht aufgelöst?

  3. @ElNino: Nur nicht so pessimistisch sein; diese Stellung erforderte kein großes Variantenberechnen. Der Vorteil einer Studie gegenüber einer Partiestellung besteht ja eben darin, dass es kein “überflüssigen Figuren” gibt. Wenn man sieht, dass S droht, mit Lb4 und Sd7 alle Bauern von W an die Kette zu legen, kann man mit der Ausschlussmethode schnell feststellen, dass 1.f7 oder Kg~ nicht gehen (kommt immer Lb4), schon kann es nur d6+ sein mit der offensichtlichen Funktion, die Diagonale a3-f8 zu verstellen. Und nach 1.-Kxd6 muss man nur eine Pattstellung suchen, denn es ist leicht zu erkennen, dass der f-Bauer aufgehalten wird. Wie aber sollte man sonst Remis halten? Und damit es Patt wird, muss man den L auf die lange Diagonale zwingen – daher Kg7 etc.
    Das Lösen von Studien ist häufig in erster Linie nicht eine Sache der Spielstärke, sondern der Fähigkeit, die typischen Motive zu erkennen und die Funktion der einzelnen Steine. Und hier war W mit K und 3B ja recht zugarm.

  4. Vielleicht sollte noch das andere Motiv erwähnt werden, welches ein paar Halbzüge mehr umfasst (und folgerichtig auch mehr Zeit bei mir benötigte):

    1.d6+ Kxd6 2.f7 und jetzt Sd7 3. Kg7 Lc3 4. Kg8 Sf6 (ansonsten Überleitung in Pattvarianten mit/ohne f-Bauern) 5. Kg7 Sg4 6. f6 Lf6 7. Kg6 Ke7 8. f8D Kf8 9. Kf5 =

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