Schachblätter

Meta VIII

Tho­mas hat mir ein Stöck­chen zuge­wor­fen und zugleich mit­ge­teilt, dass

es zum guten Ton in der Blo­go­sphä­re (gehö­re), auf Stöck­chen zu antworten.

Da wol­len wir mal nicht so sein, zumal es ja auch nur eine Fra­ge ist -

Erklär mal, wie und mit wel­chen Mit­teln bei Dir ein neu­er Blog­bei­trag entsteht.

Das hört sich etwas tech­nisch an und trifft mich eini­ger­ma­ßen auf dem fal­schen Fuß. Von Tech­nik weiß ich näm­lich nichts. Des­halb erst­mal Dank an die Jungs von Wor­d­Press und Netztau­cher, die so eine Art tech­ni­sches Gerüst vor­hal­ten, wenn ich das rich­tig ver­stan­den habe. Und 1000 Dank an storebror Axel, der dafür sorgt, dass die Maschi­ne auch läuft und der Laden so schick aus­sieht (sagt ja sonst kei­ner). Es war sei­ne Idee, die Sei­te schwarz/weiß/grau zu las­sen, woge­gen aus der Sicht eines Schach­spie­lers über­haupt nichts ein­zu­wen­den ist. Zum Blog-Geburts­tag durf­te ich mir etwas wün­schen, es waren ein paar Sachen im Lay­out und ein Side­b­log. Eigent­lich waren die Schach­blät­ter aus­schließ­lich mono­the­ma­tisch gedacht, ich hat­te aber mal Lust auf eine hori­zont­er­wei­tern­de Spiel­wie­se, die sich jetzt unter Zeit­über­schrei­tung ver­birgt. Eini­ge Non-Chess-Links hielt ich auch für ver­tret­bar. Für den nächs­ten Geburts­tag habe ich schon Ideen.

Die Sache mit dem Edi­tor war nicht so schwer zu ver­ste­hen, Bil­der bear­bei­ten und hoch­la­den kann ich inzwi­schen im Schlaf. In der Regel bemü­he ich mich, dass unter den fünf ange­zeig­ten Bei­trä­gen immer ein Foto und ein Bei­trag mit Schach­dia­gramm ist. Die Bil­der hole ich bei Flickr (Dan­ke), da ich selbst nicht foto­gra­fie­re. Aus foto­gra­fi­scher Sicht scheint Schach nicht so viel her­zu­ge­ben: Divers pos­tier­te Schach­fi­gu­ren auf einem Brett oder zwei älte­re Her­ren rechts und links davon.

Blog­gen kos­tet sehr viel Zeit. Ich lese vie­le Blogs und durch­su­che regel­mä­ßig im Rah­men mei­ner beschränk­ten Sprach­kom­pe­tenz über Tech­nora­ti Blogs auf Schachthe­men. Ab und an über­set­ze ich die Tex­te ins Deut­sche oder stel­le sie ohne Ãœber­set­zung hier rein. Ãœber­haupt führt die Blog­ge­rei dazu, dass man die Welt mit ande­ren Augen sieht. Manch­mal ertap­pe ich mich dabei, wie ich Zei­tun­gen (nicht nur Schach­zei­tun­gen) und Bücher nach Schachthe­men absu­che. Und mei­ne beschei­de­ne Wett­kampf­pra­xis ohne­hin („Das schrei­be ich heu­te Abend alles in die Schach­blät­ter!“). Schach ist jedoch sehr wich­tig für mich und das Schrei­ben dar­über eröff­net einen neu­en Zugang dazu. Die meis­ten Tex­te sind aber kurz oder gar nicht kom­men­tier­te Quel­len aus dem Netz oder von sonst­wo (Dan­ke für die Mails), län­ge­re Tex­te schrei­be ich nur sel­ten. Wenn die Kom­men­ta­re gera­de ver­sie­gen, stel­le ich eine Auf­ga­be ins Netz, das funk­tio­niert meistens.

Am bes­ten wäre es, sich eine zeit­li­che Gren­ze zu set­zen, viel­leicht 15 Minu­ten am Tag. Mal sehen, ob das zu schaf­fen ist. Jeden­falls blog­ge ich inzwi­schen nach dem Lust­prin­zip, wenn ich etwas fin­de, lade ich es hoch. Wenn nicht, dann nicht. Und die bei­den Coun­ter schaue ich auch nicht mehr täg­lich an. Für den einen habe ich ohne­hin das Pass­wort vergessen.

Irgend­wann wer­den die Spam­kom­men­ta­re mir die Lust an der Sei­te neh­men. Wenn ich für den Spam-Putz mal mehr als fünf Minu­ten am Tag brau­chen wer­de, höre ich auf. Dann spie­le ich wie­der mehr Schach.

Nach­trag:

Man soll das Stöck­chen wei­ter­wer­fen – was ich gern mache, und zwar an die Kol­le­gen von Rank zero, Ent­wick­lungs­vor­sprung, Schach­blog, Per­ma­nent Brain und natür­lich den Schach­neu­ro­ti­ker.

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5 Kommentare

  1. Wie ein neu­er Blog­bei­trag ent­steht? Eigent­lich ganz ein­fach – ein typi­scher Ver­lauf wäre:

    1. Idee zur kon­kre­ten Aus­übung des Hobbys
    (= ein Pro­jekt sozusagen)
    2. techn. Durch­füh­rung, z.B. Tests, Enginepartien…
    3. Durch­sicht und Auf­be­rei­ten der gesam­mel­ten Daten
    4. Beschrei­bung, wenns geht mit illus­trie­ren­den Beispielen

    (Eini­ge frü­he­re Bei­trä­ge sind aber auch nur m.o.w. aus­ge­schmück­te Hin­wei­se auf irgend­wel­che älte­ren Sachen, qua­si „Zweit­ver­wer­tung“ von Kom­po­nen­ten mei­ner Homepage.)

    So schrei­be ich seit über 15 Jah­ren über Com­pu­ter­schach. Es begann mit einem auf der Schreib­ma­schi­ne getipp­ten Leser­brief. Dann kam der PC und ich ver­schick­te Dis­ket­ten. Dann kam das Inter­net: Wie Mil­lio­nen ande­re User eröff­ne­te ich auch eine Home­page über mein Hob­by. Dann schrieb ich viel im Use­net und in Web-Foren. Da wird viel gestrit­ten und das hat sich sehr abge­nutzt. Dann ent­deck­te ich, daß Web­logs die gro­ße Mode sind und das man schö­ne Blogs umsonst bekommt.

    Tech­nisch gese­hen, schrei­be ich mei­ne oft rela­tiv lan­gen Blog­bei­trä­ge ger­ne in einem ein­fa­chen Text­edi­tor vor. Im Blog-Edi­tor gehts dann vor­wie­gend nur noch um die Formatierung.

    Zwi­schen­durch gibts bei mir immer wie­der lan­ge Pha­sen, wo kein neu­er Inhalt erscheint, z.B. weil mir nichts ein­fällt oder kei­ne inter­es­san­ten Test­kan­di­da­ten auf­tau­chen usw. – War schon auf der Home­page genauso.

  2. Obi­ges spe­zi­ell zu Tur­nie­ren (übri­gens sieht man auch gleich unge­wollt tech­ni­sche, näm­lich Umlaut-Pro­ble­me), ansons­ten zu mei­ner Arbeits­wei­se nur: 

    Ich dre­he den Hahn auf und muss dann wie­der mit ziem­li­cher Gewalt ver­su­chen, ihn zuzu­krie­gen, damit es sich nicht zu sehr aus­wächst. Ist sowie­os immer nur ein bruch­teil der Ideen. Die Zeit­be­gren­zung auf eine hal­be Stun­de bekom­me ich trotz­dem nicht immer hin, aller­dings hel­fen mei­ne Belast­bar­keit und die inzwi­schen hohe Anschlag­zahl. Zu kurz kommt der­zeit das Kor­rek­tur­le­sen und das Kür­zen (wür­de ein paar Arti­kel les­ba­rer machen). 

    Kla­re Ansa­ge ist: Jeden Tag min­des­tens ein Bei­trag. Das ist eine Fra­ge der Ver­läß­lich­keit, auch damit etwai­ge Leser ihre Fre­quenz ein­rich­ten kön­nen. Effi­zi­ent dafür sind natür­lich mei­ne Jah­res­tag-Fol­gen beson­ders im lite­ra­ri­schen Teil, die man not­falls auch vor­her ein­rich­ten kann. 

    Beim Spam bin ich inzwi­schen radi­kal: Ich habe alle track­backs raus­ge­nom­men. Schränkt lei­der die Funk­tio­na­li­tät ein, aber es war zu viel.

  3. Vie­len Dank für die Blu­men, sagt storebror Axel.

  4. Net­ter­wei­se hat man das Stöck­chen auch in mei­ne Gegend gewor­fen, so will ich denn auch ®appor­tie­ren:
    „Erklär mal, wie und mit wel­chen Mit­teln bei Dir ein neu­er Blog­bei­trag entsteht“.
    Ich blog­ge nach Mög­lich­keit etwa ein­mal pro Monat, mehr läßt mei­ne Frei­zeit nicht zu. Die Mit­tel, die ich dabei ein­set­ze, sind äußerst beschei­den, auch wenn ich etwa die Hälf­te „Redak­ti­ons­zeit“ mit tech­ni­schen Schwie­rig­kei­ten bei der Umset­zung mei­ner Ideen ver­brin­ge. Die Quel­le und auch der Antrieb mei­ner Blog­ge­rei sind meist eige­ne Nah­schach­er­leb­nis­se oder auch klei­ne lite­ra­ri­sche Ent­de­ckun­gen, die ich mit einer durch­schnitt­li­chen Inku­ba­ti­ons­zeit von ca 2 Wochen verarbeite.
    Jede Tur­nier­par­tie, die ich spie­le, birgt den Keim eines Blog­bei­trags in sich.
    Und wenn ich ver­lie­re, räche ich mich auf mei­ne Weise…
    mit hoch­neu­ro­ti­schem Gruß

    Der Schach­neu­ro­ti­ker

  5. admin

    17. März 2007 — 14:05

    Bes­ten Dank für die vie­len Ant­wor­ten. Mit so viel Reak­ti­on habe ich kaum gerechnet.

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